The Good, the Bad and the Boring: Die Tops und Flops aus dem Lesejahr 2018

Tja, ja, das Jahr neigt sich dem Ende zu… und es tut mir leid, dass ich keine kreativere Einleitung für meinen Jahresrückblick finden kann. Aber es ist eben, wie es ist: Das Jahr pfeift auf dem letzten Loch und das ist traditionell eine Zeit, in der man auf die letzten 12 Monate zurückblickt. Im Fernsehen häufen sich die Jahresrückblicke, Radiosender dudeln nur noch die größten Hits des letzten Jahres und Youtube hat mit seinem Jahresrückblick, Youtube Rewind, endlich mal was ganz Großes geleistet: Das Video mit den meisten Dislikes auf der Plattform. Herzlichen Glückwunsch!

Für Fiktion Fetzt war 2018 ein fantastisches Jahr – das kann man durchaus so sagen. Die Auszeichnung mit dem Buchblog-Award im Oktober kam unerwartet, aber sie war ein unglaublicher Motivationsboost, der mich darin bestärkt hat, das Bloggen nicht so schnell an den Nagel zu hängen. Danke dafür!
Das andere „große Ding“ auf diesem Blog war die Aktion #bakerstreetblogs mit Sabine von Ant1heldin. Die Recherche für diese Artikel war zuweilen recht aufwendig und das Tippen hat einige Stunden Schlaf gekostet, aber es war auch ein großer Spaß. Außerdem gibt es nichts Besseres, als sich mal so richtig „auszunerden“. Besonders mochte ich, dass sich alle „kurzen“ Telefonate, die ich mit Sabine wegen der Aktion führte, in ausgewachsene sherlockianische Geek-Gespräche verwandelt haben. Es ist schön, Begeisterung zu teilen. Im nächsten Jahr geht es weiter mit den #bakerstreetblogs – ich freue mich schon sehr!
Ein super Jahr also – auch wenn ich persönlich gegen Ende das Gefühl hatte, ich bräuchte jetzt ganz, ganz dringend mal eine Pause. Deshalb jetzt an dieser Stelle mal ein guter Ratschlag fürs Leben (ich bin jetzt 30, da darf man langsam anfangen, Ratschläge zu verteilen): Euren Urlaub solltet ihr immer so legen, dass ihr auch mal länger als eine Woche am Stück frei habt. Sonst werdet ihr am Ende des Jahres nämlich nicht mehr viel anderes leisten können, als euch zu einem großen Ball zusammenzurollen und unter dem Weihnachtsbaum umherzukullern. (Sorry, dass hier in der letzten Zeit nicht so viel los war. Ich kullerte…)

Aber nun kommen wir zu den Fragen, die man sich als Buchblogger so in der jährlichen Retrospektive stellt: Welches Buch hat mir 2018 am besten gefallen? Welche Bücher haben mich bewegt? Welche haben enttäuscht? Und bei welchen ist der Kopf auf die Tischplatte geknallt – entweder weil man eingeschlafen ist oder das Gefühl hatte, man müsse dringlichst versuchen, das eben gelesene aus dem Kopf zu löschen?
Sechzig Bücher habe ich in diesem Jahr gelesen und daraus nun diese kleine Auswahl zusammengestellt. Hier sind sie, meine Tops und Flops des Lesejahres 2018.

Große Erwartungen – kleine Enttäuschungen

Ich bin in diesem Jahr auf ein paar Bücher gestoßen, die ich zwar nicht in hohem Bogen aus dem Fenster werfen würde, von denen ich aber insgesamt etwas mehr erwartet hätte. Hier sind ein paar Bücher, die hohen Erwartungen zum Opfer fielen:

Pulitzer Preis? Wirklich?
Das erste Buch aus der Riege der kleinen Enttäuschungen ist der diesjährige Pulitzer Preisträger: Less (Mr. Weniger) von Andrew Shaun Greer. Hier habe ich einfach nicht so recht verstanden, was an dem Buch so besonders besonders sein soll. Ja, es ist eine nette Geschichte. Aber sie lässt Charakter- und Plotentwicklung missen. Vermutlich liegt der Reiz genau darin, dass die Geschichte ihrem Namen eben alle Ehre macht und es von allem weniger gibt. Aber ich fand das insgesamt einfach ein bisschen zu ereignislos, um mit dem Pulitzer Preis ausgezeichnet zu werden.

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Mehr Worte zu Weniger: Less: Mit Weniger zum Pulitzer Preis

Ein wirklich nasser Fisch
Auf die Gereon Rath Krimireihe von Volker Kutscher war ich sehr gespannt. Die Lobpreisungen zu der Serie Babylon Berlin, der die Bücher als Vorlage dienen, hatten mich neugierig gemacht. Aber wie es sich gehört, wollte ich erst lesen, dann die Serie schauen. Nach dem ersten Band, Der nasse Fisch, bin ich aber irgendwie unentschlossen ob ich a) weiterlesen oder b) lieber nur die Serie schauen soll. Zugegeben, das Setting überzeugt. Als Berliner habe ich es sehr genossen, die Berliner Schauplätze in einer anderen Epoche zu besuchen. Aber als Krimi funktionierte das Ganze für mich nicht so richtig. Mir war der Roman insgesamt etwas zu testosterongeladen – es gab zu viele Hahnenkämpfe und zu viele Erektionen. Außerdem hatte sich mir der Bösewicht gleich am Anfang verdächtig gemacht und daher konnte der Fall nicht überraschen. Schade. Ich bin daher noch nicht sicher, ob es ein Wiedersehen mit Gereon Rath geben wird.

One of us is (not very good at) lying
Wo wir schon von vorhersehbaren Krimis sprechen, komme ich gleich zum nächsten Kandidaten dieser Kategorie: One Of Is Is Lying von Karen McManus. Ich habe viele sehr positive Rezensionen zu dem Buch gelesen und habe mich daher zum Kauf verleiten lassen. Und ja, ich fand es ziemlich cool, einen klassischen Whodunit im Highschool-Umfeld zu sehen. Nur hatte ich den Mörder schon auf den ersten Seiten in Verdacht, weshalb das Buch gegen Ende ziemlich lahm wurde. Ein Whodunit lebt davon, den Leser erfolgreich aufs Glatteis zu führen. Das ist hier nicht gelungen. Zugegeben, wenn man viele Whodunits liest, kennt man die Tricks und weiß, worauf man als Leser achten muss. Aber wenn man den Mörder schon in den ersten drei (von 30) Kapiteln enttarnt, ist das ein wenig zu früh. Ich hatte mir von diesem hochgelobten Buch einen ausgeklügelteren Plot erhofft.
Mehr dazu, warum ich bei einem Krimi lieber falsch liege, gibt es hier: Guter Krimi, schlechter Krimi: Die Freude des Scheiterns

Top of the Flops

Von den kleinen Enttäuschungen nun zu den großen. Mittlerweile kenne ich meinen Lesegeschmack selbst gut genug, um meist die passende Lektüre auszuwählen. Dementsprechend stoße ich nur noch recht selten auf Bücher, die mir überhaupt nicht gefallen. Aber dennoch waren auch in diesem Jahr noch drei dabei. Hier sind sie, die Top of the Flops!

‚Tschuldigung, ich war kurz eingeschlafen
Ich werde gleich bei den Highlights nochmal von Edward St Aubyn schwärmen. Aber ich muss zugeben, dass es ein Buch gab, das mich beinahe eingeschläfert hätte: A Clue to the Exit (Ausweg). Eines der wenigen positiven Dinge, die ich über dieses Buch sagen kann ist Folgendes: Es ist kurz. Aber ansonsten glänzt das Buch vor allem damit, unendlich dröge zu sein. Ehrlich, ich war kurz davor, mit offenen Augen einzuschlafen. Es geht in diesem Buch um einen Autor, der erfahren hat, dass er nur noch kurze Zeit zu leben hat. Diese Zeit nutzt er, um sein Geld zu verjubeln und ein Buch zu schreiben. Aber nicht irgendein Buch. Nein, ein Buch über „Bewusstsein“. Wir begleiten den Autor in A Clue to the Exit beim Schreibprozess an diesem Buch – sogar Textpassagen aus dem Werk dürfen wir lesen. Und ja, das ist genauso öde, wie es klingt. Mein Gott. ES. IST. SO. ÖDE!

It’s a match! Ach nee, doch nicht…
Ebenfalls ziemlich schläfrig machte mich – und ich möchte vorab anmerken, dass mir bewusst ist, dass ich mir damit keine Freunde mache – The Eyre Affair von Jasper Fforde. Ich weiß, dieses Buch hat sich in die Herzen vieler Fans geschlichen, aber in meines leider nicht. Dabei hat das Buch grundsätzlich viel, das mir gefallen müsste: Es gibt Zeitreisen, es gibt Detektive, ja, in diesem Buch werden sogar fiktive Welten betreten (speziell die Welt von Jane Eyre). Gäbe es sowas wie Buch-Tinder, wäre das ein augenscheinlicher Match für mich gewesen. Und doch war ich die meiste Zeit über gelangweilt. Das Problem schien mir zu sein, dass Jasper Fforde so viele tolle Ideen für diese Parellelwelt hatte, die er da erschaffen hat, dass er vor lauter Erzählen das Tempo seiner, eigentlich abenteuerlichen, Geschichte auf Schrittgeschwindigkeit reduziert hat. Die Story verliert sich im Worldbuilding. Jaha, es ist natürlich witzig, dass es in dieser Welt keine Religionen gibt, sondern Menschen, die daran glauben, dass Shakespeare der Autor von Stücken wie Hamlet und Co. ist und solche, die das nicht tun. Aber ich will nicht mehrere Seiten lang eine Diskussion darüber verfolgen, ob Francis Bacon der eigentliche Verfasser der Shakespeare Stücke ist, wenn das die Handlung keinen einzigen Meter vorantreibt. Schade, ich hätte das Buch so gerne gemocht. (Bin aber stattdessen ab und zu mal weggenickt.)

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Gedichte zum Augenrollen
Aber all das ist vermutlich nichts im Vergleich so dem absoluten Leseflopp des Jahres 2018: Pillow Thoughts von Courtney Peppernell. Ja, ich gebe zu, ich bin selbst Schuld daran. Ich hätte das Buch im Buchladen genauer unter die Lupe nehmen sollen. Aber ich dachte irgendwie, das wäre eine nette Sammlung von melancholischen Gedichten – und wer hat da nicht manchmal Lust drauf? Tatsächlich erinnerte mich diese Lyrik aber eher an „inspirierende“ Facebookposts, die nur formhalber ein Versmaß verpasst bekommen haben. Insbesondere die Liebesgedichte erzählen allesamt von dieser besitzergreifenden Liebe, die durch Ausdrücke wie „You are mine“ und „I am yours“ angezeigt wird und die offenbar der Liebes-Klischee-Hölle entstammt. Augenroll-Faktor: 10.000.

Überraschung!

Nun kommen wir aber endlich zu den schönen Seiten des Lesejahres. Bevor wir uns den absoluten Highlights widmen, gibt es hier noch ein paar Bücher, die mich schlichtweg überrascht haben und die ich deshalb in diesem Artikel nicht unerwähnt lassen möchte.

Hurra, Hesse!
Die erste Überraschung des Jahres brachte Hermann Hesses Der Steppenwolf. Ich war – aus welchem Grund auch immer – der festen Überzeugung gewesen, Hesse wäre einer der Autoren, mit denen man sich nur brüstet. So wie James Joyce, dessen Ulysses ja wohl die wenigsten tatsächlich beendet haben dürften, obwohl man das Buch ständig auf Instagram und vor den Nasen einiger Hipster in Cafés sieht. Hesse jedoch, so stellte ich fest, kann man ohne Probleme lesen. Sein Erzählstil ist mal kraftvoll, mal anschmiegsam – ich habe es genossen, die Erzählung zu verfolgen. Die Geschichte ist verrückt, wirkt aber gleichzeitig merkwürdig echt. Der Steppenwolf hat mich beeindruckt und die Geschichte waberte mir noch Wochen später im Kopf herum. Es kann so schön sein, eines Besseren belehrt zu werden.
Ausführliche Rezension: Ein echter Klassiker: Der Steppenwolf (Nur für Verrückte)

Irgendwas stimmt mit Sherlock nicht!

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Sherlock Holmes als Hexenmeister? Das klingt doch vollkommen absurd! Und auch irgendwie albern, findet ihr nicht?
Das ist es auch, aber glücklicherweise im besten Sinne. Die Warlock Holmes Reihe von G.S. Denning nimmt die Abenteuer von Sherlock Holmes gehörig aufs Korn, zollt ihnen aber auf merkwürdige Weise auch herrlich Tribut. Mit einer vollkommen vertauschten Rollendynamik ist Watson hier für das Rationale zuständig und Warlock ist – man kann es nicht anders sagen – einfach liebenswürdig. Oh, und Lestrade ist ein Vampir und Gregson ein Oger! In dieser verkehrten Welt ist alles möglich und die beiden Bücher, die ich bislang gelesen habe, sind so witzig, dass ich ein ums andere Mal laut losprusten musste. Meine Feel-Good-Reads aus diesem Jahr! Ich hatte nicht erwartet, dermaßen gut unterhalten zu werden.
Mehr dazu hier: Holmes als Hexenmeister: Warlock Holmes – A Study in Brimstone

Graham Norton schreibt Romane?
Wer kennt sie nicht – die schillernde Lichtgestalt des britischen Abendfernsehens? Chat-Show Master Graham Norton ist bekannt für seinen Witz, seine gute Laune und dafür, niemals, wirklich niemals, ein Blatt vor den Mund zu nehmen.
Wenn sein Name nicht auf dem Cover stehen würde, wäre ich sicherlich nicht darauf gekommen, dass Holding (Ein irischer Dorfpolizist) und A Keeper (Eine irische Familiengeschichte) von Graham Norton stammen. Er erzählt einfühlsam, ruhig und nimmt sich viel Zeit für seine Figuren. Fernab vom Glamour des Showbusinesses führt er uns in seinen beiden Romanen in kleine irische Ortschaften und lässt seine Figuren dunkle Geheimnisse ergründen, die der Idylle einen gehörigen Riss versetzen. Als Krimi gäbe es bei diesen Büchern vielleicht noch Luft nach oben – die Plot-Twists sind nicht so überraschend, wie sie es vermutlich sein sollen – aber Norton ist ein so toller Erzähler, ich wollte trotzdem immer weiterlesen.

Simply the Best

Das Lesejahr 2018 war insgesamt wirklich sehr gut. Ich habe viele, viele tolle Bücher gelesen. Aber welche die Besten der Besten waren? Nun, Goodreads sagt, ich habe in diesem Jahr viermal 5 Sterne verteilt. Das bedeutet, ich wurde viermal absolut von den Socken gehauen.

Da steckt was drin!
The Case of Beasts (Ein Koffer voller Tierwesen) ist Merchandise, man kann es nicht anders sagen. Aber anders als viele andere, lieblos hingeklatschte Fanartikel, ist dieses Buch zum Film Fantastic Beasts und Where to Find Them wirklich unglaublich aufwendig gestaltet. Alle Erwartungen, die ich hatte, wurden hundertfach übertroffen. Das Buch ist im Grunde wie eine interaktive Behind the Scenes Dokumentation. Es enthält allerhand Dinge zum Aufklappen, zum Rausziehen, Poster, Flyer und Nachbildungen von Requisiten aus dem Film. The Case of Beasts gibt außerdem den Menschen eine Stimme, deren Arbeit wir beim Blick auf die Filmleinwand erst einmal stillschweigend hinnehmen. Es sind die Setdesigner, die Mitarbeiter der Requisitenabteilung, die Kostüm- und Maskenbildner, und die Visual Effects Designer, die viele Filme, und Fantastic Beasts and Where to Find Them ganz besonders, zu einem so schönen Kinoerlebnis machen. Dieses Buch erlaubt einen außergewöhnlichen Einblick in ihre Arbeit.
Ein bisschen mehr zum Kofferinhalt: The Case of Beasts – Ein Koffer voller „Ooooh“

Ein Sci-Fi Gedicht

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Dark Star von Oliver Langmead macht so vieles anders, und so vieles unglaublich gut. Das Setting auf einem Planeten, der eine schwarze Sonne umkreist, ist außergewöhnlich und wirkt bedrückend. Das allein würde Dark Star von der Masse abheben. Aber die große Besonderheit dieses Buches ist, dass es kein „normaler“ Roman ist, sondern als episches Gedicht verfasst ist. Einen Sci-Fi Krimi in Versform zu verfolgen, war für mich eine vollkommen neue Erfahrung, die aber über alle Maßen überzeugen konnte. Ungewöhnlich – und ungewöhnlich gut.
Ein Lobgesang: Dark Star: Crime Noir als episches Gedicht

DAS Lesehighlight meines Jahres (und Jahrzehnts)
Wenn ihr hier öfter mitlest, habt ihr vielleicht mitbekommen, dass ich mich für einen Autor in diesem Jahr ganz besonders begeistert habe: Edward St Aubyn. (Ja genau der, der oben auch bei den Flops auftaucht – aber niemand ist perfekt, nicht wahr?)
Ja, ich habe euch in den letzten Monaten ganz schön die Ohren von ihm vollgesungen – acht von den 60 Büchern, die ich in diesem Jahr gelesen habe, stammen aus seiner Feder. Fünf davon gehören zur Patrick Melrose Reihe, seinem bekanntesten Werk. St Aubyns messerscharfe Beobachtungsgabe und die Einsicht, die er uns in das Innenleben seiner Charaktere gewährt, haben mich sehr beeindruckt und sein Schreibstil ist wunderbar rhythmisch und melodisch. Ich will ganz ehrlich zu euch sein: Seit ich die Patrick Melrose Reihe gelesen habe, suche ich nach Büchern, die so gut geschrieben sind – vergebens. Die Reihe gehört nicht nur zum Besten, das ich in diesem Jahr gelesen habe. Nein, die Geschichte von Patrick Melrose, der gegen Drogen-Sucht, Egoismus, Selbsthass und sein eigenes destruktives Verhalten kämpft – und diesen Kampf allzu oft verliert – gehört zum Besten, das ich jemals gelesen habe. Besonders stark waren in meinen Augen der zweite und der fünfte Band der Reihe: Bad News und At Last. (Wenn ich gekonnt hätte, hätte ich Bad News sogar mehr als 5 Sterne gegeben.)

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Es sei aber an dieser Stelle gesagt: Die Patrick Melrose Reihe ist keine gute Laune Lektüre – auch wenn es durchaus Momente gibt, die witzig sind. Die Geschichte geht unter die Haut und rief bei mir eine ganze Reihe von Emotionen hervor, darunter Abscheu, Trauer, Wut und Mitleid. Aber letztendlich ist es doch genau das, was man sich von guten Büchern wünscht: Große Emotionen! Ich hoffe, 2019 kann da noch mithalten.
Mehr zur Reihe: Patrick Melrose: Heroin, Hoffnung und High Society

Nun gut meine Lieben. Genau wie das Jahr neigt sich auch dieser Leserückblick dem Ende zu. Wir sehen uns 2019 wieder. Bis dahin die Frage: Welche Bücher haben euch 2018 gefesselt, bewegt, belustigt, überrascht? Erzählt doch mal von euren Highlights, damit ich meine Lesewunschliste noch aufstocken kann 🙂
Zum Schluss noch ein letzter Gruß: Einen guten Rutsch und ein frohes und gesundes neues Jahr! See you on the other side!

19 replies

  1. Hi! Ich bin noch dabei, mir vorzustellen, wie Du Müllerstraße…. Sehr nachvollziehbar. Wünsche ein schönes neues Jahr, wenn Du Dich nach Weihnachten wieder etwas entspannt hast. Ich selber bin noch in einer gewissen Regenerationsphase und bezüglich Lieblingsbücher noch unschlüssig.
    Macht nix! Deine Retrospektive war Klasse.
    Liebe Grüße und wie gesagt, einen guten Rutsch ins neue Jahr
    Nina
    PS
    Habe mir gestern Holmes als Jeder geholt

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    • Hi Nina, danke Dir! Ich hoffe du kannst deine Regenerationsphase noch ein wenig genießen und kommst gut ins neue Jahr 🙂 Und viel Spaß mit Warlock – ich bin sehr gespannt, wie es Dir gefallen wird!

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  2. Als gelernte Buch und Medienwirtschafterin atme ich grad erleichtert auf, hab das 1OUIL SOOO mies gefunden. War so enttäuscht, dass ich das Buch sofort vom eReader gelöscht habe haha. Süße Rache oder? Echt erwachsen? I behandel ein Jugendbuch wie eine böse Schlange als Freundin..

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  3. Sehr geiles Filmtitel-Zitat! 😉
    Hehe, mir haben die Nerd-Gespräche mit dir auch sehr viel Spaß gemacht! Auf zu vielen neuen sherlockianischen Schandtaten!
    Ach schade, dass dir die Eyre Affair nicht gefallen hat. Deine Kritikpunkte kann ich gut verstehen, auch wenn ich das damals nicht so extrem empfunden habe. Die ganzen Fakten rund um die Shakespeare-Editionsgeschichte sind wahrscheinlich zu speziell für jemanden, der sich damit nicht im Studium o.Ä. befasst hat. Ich glaube, der Autor ist Literaturwissenschaftler. 😉
    Dann werd ich mir auf jeden Fall mal den St. Aubyn besorgen! Danke für deinen interessanten Rückblick!

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    • Hey Sabine, danke für deinen Kommentar 🙂 Ich freue mich schon auf die nächsten „sherlockianischen Schandtaten“ 😀
      Ja, ich glaube auch, dass einige Dinge bei The Eyre Affair etwas zu speziell waren, wenn man sich nicht selbst schon mal tiefer damit auseinandergesetzt hat. Das was mich gestört hat, hat bestimmt vielen anderen besonders gut gefallen. Aber Fforde ist einfach nicht so wirklich meins. Ich hatte vor Jaaahren schon mal ein anderes Buch von ihm angefangen („Grau“), bin aber da auch aus ähnlichen Gründen nicht über die 100 Seiten hinausgekommen: Spannendes Konzept, aber zu viel Nebensächliches.
      Ich bin seeehr gespannt, ob dir St Aubyn zusagt. Du wirst dann ja bestimmt berichten 🙂
      Ich wünsche Dir einen guten Rutsch ins neue Jahr!

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  4. Hey liebe Karo! Ach, wie ich deine Beiträge liebe! 😀
    Übrigens, das mit dem Kullern… jaaah, man sollte sich wirklich zwischendrin ein bisschen mehr Zeit zum Runterfahren gönnen. 😀 Großartig, wie du sowohl die guten als auch die schlechten (oder eher meh-en) Bücher so unterhaltsam aufgelistet hast. Gehört schließlich beides zur Leseerfahrung dazu.
    Ich wünsche dir einen guten Rutsch (oder ein gutes Kullern) ins neue Jahr und freue mich auf neue Beiträge von dir! ❤
    Liebste Grüße,
    Ida

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    • Awww, danke für das Lob, Ida ❤ Außerdem auch nochmal ein dickes Danke für deine tolle Rezension vom Steppenwolf, die mich zum Lesen dieses tollen Buchs inspiriert hat! Ich hoffe, du bist gut ins Jahr gestartet 🙂 Sorry übrigens für die später Reaktion… Ich brauchte noch ein bisschen Zeit zum Kullern 😀

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      • Ach du, ich bin auch ins neue Jahr gekullert und habe gefühlt bis jetzt nichts anderes gemacht. :’D Ich freu mich immer noch wie ein Schnitzel, dass dir Steppenwolf so gut gefallen hat! ❤ In letzter Zeit befand ich mich irgendwie in einer Rezension-Schreibflaute, aber dein Kommentar hat mich jetzt dazu motiviert, mir ein paar Bücher der letzten Wochen zu schnappen und sie für den Blog zu rezensieren. Merci! 😀 ❤

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  5. Ich les ja ewig schon immer still mit hier, muss jetzt aber endlich mal noch ganz herzlich zum verdienten Book-Award gratulieren!
    Dark Star klingt wirklich gut, das werd ich mir mal anschauen. Meine Lese-All-time-favorites sind alle schon ein paar Jahre alt, aber dafür umso besser, finde ich.
    Nach Hause schwimmen von Rolf Lappert; großartiges Buch über eine eher schwierige Kindheit, toll erzählt.
    Sarg niemals nie von Dan Wells; sehr spezieller, aber extrem genialer Humor mit Vampiren.
    Katerstimmung von Philipp Reinartz; eher was für sehr TV- und Köln-affine Menschen, aber wahnsinnig unterhaltsam und komisch geschrieben.
    Pendragon – Saga bestehend aus 10 Bänden von D.J.Mac Hale; epischer Kampf zwischen Gut und Böse auf diversen Welten, auch den drei Erden… muss man mögen, aber allein die Fantasie des Autors, sich zig verschiedene Welten mit ihren Bevölkerungen, Kulturen etc. auszudenken ist gigantisch.
    Tomorrow when the war began – Reihe von 7 Büchern und gegebenenfalls 3 „Was danach geschah“-Bänden von John Marsden; die Geschichte einer Gruppe von Jugendlichen, die nach der Invasion Australiens zu Guerilla-Kämpfern werden. Großes Kino, lese ich alle jedes Jahr mindestens ein Mal. Schau ins ein oder andere Buch vielleicht einfach mal rein.
    Viele Grüße, Ronja

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    • Oooh vielen Dank für die Glückwünsche! Und natürlich für die tollen Buchtipps! Einiges macht mich da ja ziemlich neugierig – das werde ich mir mal genauer anschauen 🙂 🙂 🙂

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  6. Hallo Karo,
    ein toll geschriebener Rückblick auf deine Tops und Flops, ich hab es sehr genossen, dich zu lesen. Dark Star klingt interessant, da muss ich mal genauer nachsehen.
    Ich liebe es, wenn es Bücher gibt, die einem nicht mehr aus dem Kopf gehen und sich irgendwie ins Herz schleichen!
    Auf ein gutes 2019, in dem ich dir als Leser und Follower erhalten bleibe, auch wenn ich nicht immer kommentiere.
    LG
    Daniela

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    • Liebe Daniela, vielen Dank für deinen lieben Kommentar (und entschuldige bitte meine verspätete Antwort)! Ich hoffe, du bist gut ins neue Jahr gestartet und findest viele tolle Bücher, die sich dir ins Herz schleichen 🙂

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  7. Hallöchen,
    erst einmal nochmal herzlichen Glückwunsch zur Auszeichnung mit dem Buchblog Award 🙂
    Bei deiner Überschrift zu „One of us is lying“ musste ich gerade sehr lachen. Wirklich super! Ich gehöre jedenfalls zu denjenigen, die das Buch gut fanden. Nicht überwältigend, aber ich habe mich sehr unterhalten gefühlt. Zwar bin ich auch schnell auf das Wer gekommen, aber nicht auf das genaue Wie, wodurch es trotzdem spannend blieb.
    Deine Rezension zu Patrick Melrose habe ich mir jetzt mal zum Lesen abgespeichert. Da bin ich wirklich neugierig geworden 🙂
    Liebste Grüße, Kate
    #litnetzwerk

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    • Hey Kate, danke für deinen Kommentar und die Glückwünsche 🙂 Und ein dickes Sorry für die späte Antwort).
      Bei One of Us is Lying war mir das Wie auch recht bald klar und dann gab es nicht mehr sooo viel zu entdecken. Bei so einem klassischen Whodunit verfliegt der Zauber für mich recht bald, wenn ich den Mörder kenne. Ich lass mich da lieber aufs Glatteis führen 😁

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  8. liebe karo,

    „dark star“ befindet sich jetzt auf meiner wunschliste 😀 auch wenn mir gedichte so gar nicht liegen, bin ich doch neuierig. da werde ich dieses jahr auf jeden fall reinschauen!

    tina

    Gefällt 1 Person

      • Genau, dazu würde es super passen! Allerdings bin ich noch etwas gebeutelt von den zahlreichen Flops 2018, dass ich da vielleicht lieber in einem „guten“ Monat zu greife 😀

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