Magie in Literatur und Film (1): Zaubern mit System

Freunde der Fiktion! Mein Blog und ich sind aus der Sommerpause zurück. Ich habe die Auszeit nicht nur genutzt, um Sommerfeste zu feiern und in den Urlaub zu fahren, sondern habe mir auch ein paar Gedanken gemacht, wie es mit dem Blog weitergehen soll. Ich hatte ja vor der Pause schon berichtet, dass ich hier zukünftig ein wenig hinter die Kulissen von Geschichten schauen möchte – und genau das machen wir jetzt auch. Wir starten mit einem meiner liebsten Elemente des Fantasy Genres: Der Magie. Da ich das Thema so spannend finde, sind doch ein paar mehr Gedanken zusammengekommen, als ursprünglich geplant. So viele, dass sie unmöglich in einen einzigen Artikel gepasst hätten. Daher musste ich sie leider, leider, leider in mehrere Artikel packen und es ist eine kleine Reihe entstanden. Aber das stört nicht weiter, oder? Im Laufe dieser Artikelreihe werfen wir einen Blick darauf, in welchen Formen Magie in Geschichten eingesetzt wird, wie der Einsatz von Magie Fluch und Segen zugleich ist, wie Magie, laut Experten des Storytellings eingesetzt werden sollte und warum Magie als Element des fiktiven Erzählens so interessant ist. Also lasst uns anfangen, ein wenig hinter den Vorhang zu schielen: Wie funktioniert Magie in Geschichten?

Thumb-Magie-Zaubern mit System

Von den Hexen aus Macbeth, über Fausts Pakt mit dem Teufel und Gandalfs Zauberkunst bis hin zu Harry Potter: Magie ist in der Fiktion allgegenwärtig. Obwohl ich Geschichten liebe, in denen Magie eine Rolle spielt, habe ich bisher wenig darüber nachgedacht, wie sie eingesetzt werden muss, damit eine Geschichte „funktioniert“. Dazu kam ich erst, als ich anfing, mich mit dem Marvel Superhelden Doctor Strange aka „The Sorcerer Supreme“ zu befassen. Denn – und ich sage es jetzt bei aller Liebe – Doctor Strange und sein Universum haben ein paar große Probleme mit Magie. Aber dazu mehr im nächsten Teil der Reihe. Heute soll es erst einmal darum gehen, etwas ganz Grundsätzliches zu beleuchten. Es geht um Magie-Systeme: Unterschiedliche Herangehensweisen bei der Integration von Magie in Erzählungen. Denn wie ihr sicherlich bemerkt habt, ist Magie nicht gleich Magie. Es gibt nicht nur verschiedenste Magie-Formen, sondern auch verschiedenste Ansätze beim Weltenbau: Mal steht Magie im Vordergrund, mal ist sie ein Element am Rande. Welche Funktion hat Magie in diesen Fällen und was bedeutet das für den Plot und die Figuren? Diesen Fragen gehen wir nun nach. The stage is set, the curtain rises, we are ready to begin.

Was ist Magie?

Zunächst einmal, damit wir alle wissen, wovon ich in diesem und den kommenden Artikeln spreche, wenn ich von „Magie“ rede, sollte ich den Begriff vielleicht ein wenig definieren.
Denken wir an Magie in Filmen und Büchern, fallen uns vermutlich zunächst Geschichten mit „richtigen“ Zauberern oder Hexen ein. Wir denken an Harry Potter und wir denken an Gandalf, wir denken vielleicht an Bibi Blocksberg. Magie in Geschichten könnte also einfach bedeuten, dass in der Story eben gezaubert wird – also irgendeine Art Energie durch Zauberstäbe geschossen wird, oder durch Handgesten heraufbeschworen wird. Diese Definition ist aber zu eng. Magie als Element der Fiktion meint die Ausstattung von Charakteren, Objekten oder Welten mit Kräften und Fähigkeiten, die in der realen Welt nicht vorkommen. Es gibt dementsprechend eine Menge unterschiedlicher Arten von Magie, auf die wir treffen können. Sie reichen von Alchemie, über Energie-Absorption, Verwandlungen, Mimikry, Teleportation, Telepathie bis hin zu anderen übermenschlichen Kräften, die wir besonders aus den Superhelden-Geschichten kennen. Eine sehr nützliche und umfassende Liste, findet ihr zum Beispiel HIER.
Ist eine dieser magischen Fähigkeiten anzutreffen, ist also irgendwo ein magisches Element zu finden, wird eine Geschichte beinahe automatisch dem Genre Fantasy oder Phantastik zugeordnet. Magie ist ein genretragendes und genredefinierendes Element. Dennoch muss Magie nicht immer im Vordergrund einer solchen Geschichte stehen. Es gibt verschiedene Wege, Magie in Geschichten zu integrieren. Sie kann durchaus ein rein ausschmückendes Element sein, genauso wie sie das tragende Element des Weltenbaus sein kann. Man unterscheidet zwischen harten und weichen Magie-Systemen, zwischen Soft und Hard Magic Systems, wie sie im Englischen heißen – und genau diese Einteilung schauen wir uns jetzt einmal an.

Hard Magic vs. Soft Magic

Die Idee der Unterteilung zwischen „Hard Magic System“ und „Soft Magic System“ geht auf den Fantasy Autor Brandon Sanderson zurück. Sie ist nicht die einzige Einteilung magischer Systeme, aber es ist die gängigste. Sanderson entwickelte die Idee von harter und weicher Magie-Systeme im Zuge von Gedanken zum Weltenbau beim fiktiven Schreiben. Die Bezeichnung „Hard“ und „Soft Magic“ ist dabei an die Begriffe „Hard“ und „Soft Science“ angelehnt. Sanderson beschreibt im Zusammenhang auch die „Three Laws of Magic“, die genutzt werden können, um interessante magische Systeme zu erschaffen – die schauen wir uns aber erst in kommenden Artikeln dieser Reihe an. Die Einteilung nach harter und weicher Magie hat nichts damit zu tun, wie kraftvoll Magie in Geschichten wirkt, also wie stark oder schwach sie ist, und auch nichts damit, ob es für die Figuren in der Geschichte schwer ist, sie zu erlernen. Vielmehr unterscheiden sich die beiden Systeme durch Aufbau und Funktion von Magie innerhalb der Geschichte.

Soft Magic

In einem Soft Magic System gibt es keine genau definierten Regeln für den Einsatz von Magie. Es wird nicht erklärt, woher die Magie stammt und welche Grenzen sie hat, welchen Vorgaben sie folgt, oder zu welchem Preis sie eingesetzt werden kann. Die Magie in Soft Magic Systemen ist zu großen Teilen ein Mysterium, über dessen Gesetzmäßigkeiten wir allerhöchstens eine vage Idee haben. Der Einsatz einer solchen Magie ruft beim Leser oder Zuschauer ein Gefühl des Erstaunens hervor, etwas, das im englischen Sprachgebrauch als „Sense of Wonder“ beschrieben wird. In Geschichten mit Soft Magic Systemen kann sich der Leser oder Zuschauer nie sicher sein, welche Gefahren und Wunder als nächstes auftauchen – gleiches gilt für die Figuren in der Geschichte. Soft Magic erzeugt daher Spannung. Sie erschafft außerdem ein unglaubliches und im wahrsten Sinne des Wortes magisches Fantasy Erlebnis, da die Grenzen des Möglichen hier weit, weit, weit geöffnet werden. Das Gefühl des Erstaunens – der Sense of Wonder – ist einer der tragenden Aspekte von Fantasy Literatur und Filmen. Die Bezeichnung „Soft“ ist daher keineswegs abwertend gemeint.

Dennoch birgt die Abwesenheit von speziellen Regeln für die Story einige Gefahren, weshalb Magie in einer solchen Geschichte nicht ständig zum Einsatz kommt. Magie kann hier zwar der Ursprung eines Konfliktes sein, aber dieser kann nicht (allein) durch den Einsatz von Magie gelöst werden. Anderenfalls entsteht das Gefühl eines billigen Tricks. Ein Zauberer, über dessen Kräfte wir nicht Bescheid wissen und der dann jedes Mal einen neuen spektakulären Zauberspruch aus dem Hut zieht, um den Tag zu retten, sorgt nicht für ein befriedigendes Erlebnis – zumindest nicht für ältere Leser und Zuschauer. Der Fokus einer solchen Fantasy Geschichte liegt daher meist nicht auf der Magie selbst und die Hauptfigur ist meistens auch selbst nicht magisch. Stattdessen löst sie Konflikte auf andere Art und Weise und der Weg zur Lösung zeichnet sich meist durch das Erlernen wertvoller Lebenslektionen aus, die nichts mit Magie zu tun haben. Das können zum Beispiel Erkenntnisse über die Bedeutung von Freundschaft oder die Kraft der Liebe sein.

Magie-Gandalf

Eine der bekanntesten Geschichten mit einem Soft Magic System ist J.R.R Tolkiens Der Herr der Ringe. Am einfachsten lässt sich dies anhand des Zauberers Gandalf illustrieren: Seine Kräfte sind nicht klar definiert – man weiß nicht, was er eigentlich kann, und was nicht. Wo sind die Grenzen seiner Kräfte? Woher stammen sie? Wofür kann seine Magie eingesetzt werden und wofür nicht? Warum zaubert er nicht einfach alle nach Mordor? Wir wissen es nicht genau, hoffen beim Lesen oder Zuschauen aber, dass Gandalf bald wieder auftaucht und ein magisches Ass aus dem Ärmel zieht und uns mit seiner Zauberkunst beeindruckt. Frodo hingegen, der Protagonist der Geschichte, verfügt selbst nicht über magische Kräfte und seine Aufgabe, das Zerstören des Rings, wird auch am Ende nicht durch Magie gelöst. Magie dient in Herr der Ringe letztendlich dazu, zu beeindrucken und den Sense of Wonder hervorzurufen. Sie unterstützt den Weltenbau, ist aber nicht das Element, um das sich alles dreht. Manchmal dient sie auch einfach dazu, den Plot voranzutreiben. Oh Gandalf kann auch mit Tieren reden? Was für ein Glück, dann kann er ja jetzt die Adler rufen – das dauert ja sonst alles viel zu lang!

Hard Magic

Ein Hard Magic System ist – wie man sich nun vielleicht denken kann – das Gegenteil eines Soft Magic Systems. Es gibt spezielle und konkrete Regeln für den Einsatz von Magie. Es wird klar aufgezeigt, welche Grenzen die Magie hat und es wird darauf eingegangen, unter welchem Preis sie eingesetzt werden kann. Die gesamte Welt in der Geschichte spinnt sich um die Magie: Sie hat Einfluss auf Kultur, Regierung und Gesellschaft innerhalb dieser Geschichte. Häufig sind die Protagonisten Schüler, die erst noch lernen müssen, mit der Magie umzugehen. Für die Charaktere ist das Erlernen von Magie ein Mittel anhand dessen sie persönlich wachsen, sich entwickeln können: Sie lernen, ihre Magie zu nutzen und müssen erkennen, zu welchem Preis die Magie eingesetzt wird und welche Verantwortung damit einhergeht. Hard Magic ist daher ein wirkungsvolles Element, um Charakterentwicklung zu unterstreichen, zu unterstützen, voranzutreiben oder einzuleiten.
Die Figuren in einem Hard Magic System lösen Konflikte mithilfe von Magie, ohne dabei – dank der festgelegten Regeln und Grenzen – Gefahr zu laufen, dass Magie zum Deus Ex Machina Element wird. Anders als Soft Magic, die verblüffen und überraschen soll, braucht Hard Magic Vorhersehbarkeit und Konsistenz. Wenn Magie hier „schiefläuft“ und Konflikte erzeugt, passiert dies vermutlich aus Unerfahrenheit oder Fahrlässigkeit der Magie-Nutzer, nicht, weil die Magie selbst unberechenbar ist.

Für den Leser oder Zuschauer bedeutet dies, dass er ein klares Bild davon hat, wie Magie in der speziellen Welt funktioniert und welche Konflikte mit ihr gelöst werden können und welche nicht. Die Magie fühlt sich dadurch realer und greifbarer an. Hard Magic erzeugt einen Kompromiss zwischen Show und Substanz. Die Magie gibt uns die Bilder, die wir sehen wollen, wenn wir eine Fantasy Geschichte lesen – flashige Effekte und Physik überwindende Zaubersprüche – gleichzeitig ist sie das Element, mit dessen Hilfe sich die Charaktere entwickeln und auf dem das Wordbuilding fußt.

Magie-Spidey

Viele Superhelden Geschichten fallen in die Kategorie Hard Magic – denn die Fähigkeiten sind klar beschrieben und haben Grenzen. Ein Beispiel: Spider-Man. Wir wissen, woher seine Kräfte stammen: Ein Biss einer radioaktiven Spinne. Wir wissen auch, welche Kräfte ihm das verleiht: Er kann Netze aus seinen Händen schießen und er hat den Spidey-Sense, spürt Gefahr, er hat krasse Reflexe. Gleichzeitig sorgen aber die Superkräfte allein nicht dafür, dass Spider-Man allmächtig ist und alle Probleme mithilfe seiner Superkräfte aus dem Weg räumen kann. Er muss erst lernen, mit seinen Kräften umzugehen und selbst als er das meistert, ist die Geschichte nicht auserzählt. Denn wir wissen alle: „Mit großer Macht kommt große Verantwortung.“

Nun, das klingt ja alles ganz wunderbar. Warum nutzen dann nicht alle Fantasy-Geschichten ein Hard Magic System? Die Antwort ist simpel: Man muss viel erklären und Geschichten dieser Art laufen Gefahr, zu technisch zu werden während Regeln aufgestellt und erläutert werden. Dadurch verliert die Geschichte an Tempo – insbesondere, wenn wir uns von dem relativ stringenten Aufbau des Superhelden Comic Genres entfernen. Was Geschichten mit Hard Magic Systemen manchmal verlieren, ist der Vorteil der Soft Magic: Der Sense of Wonder.

Hybrid System

Daher nutzen die meisten Fantasy Geschichten ein Hybrid System – einen Mix aus Soft und Hard Magic.

magie-Harry

Harry Potter, als vermutlich bekannteste Fantasy Geschichte unserer Zeit, fällt beispielsweise in diese Kategorie. Wir kennen einige der Grenzen und Gesetzmäßigkeiten der Magie in Harry Potter (zum Beispiel kann man kein Essen oder Geld herbeizaubern) – es gibt also Regeln, die auch innerhalb der Geschichte erläutert werden. Allerdings bleibt vieles unerklärt: Wir wissen nicht, woraus Zauberer in Harry Potter ihre Kräfte beziehen, wissen nicht, woher die magische Energie stammt, wir wissen nicht, wonach es sich richtet, ein kraftvoller oder gute Magier oder eine Hexe zu werden (Talent? Veranlagung? Willenskraft?) Genauso wenig wie wir über die Gesamtheit der Zaubersprüche Bescheid wissen. Hätte J.K. Rowling all das erklärt, wären die Bücher nicht nur sehr viel länger und dadurch weniger ansprechend für die Zielgruppe, sondern würden auch einiges am erzählerischen Zauber einbüßen. Dennoch fußt das Worldbuilding auf dem Element der Magie, die Harry Potter Reihe spielt in einer Welt, in der sich Regierung, Schulsystem und Gesellschaft um die Magie drehen. Harry ist außerdem ein Schüler – typisch für Hard Magic Systems. Aber seine Entwicklung hat im Grunde wenig mit der Magie an sich zu tun: Die vorherrschenden Themen sind Freundschaft, Liebe und Mut und dies sind auch die Elemente, mit denen am Ende der Konflikt gelöst wird, nicht durch die Wahl des richtigen Zaubers – typische Eigenschaften eines Soft Magic Systems.

Gutes System, schlechtes System

Aber egal ob Soft, Hard oder Hybrid Magic System, am Ende zählt es, ob uns die Story mitreißt. Welches magische System man bevorzugt, hängt von persönlichen Präferenzen ab. Es gibt kein gut oder schlecht. Man kann nicht sagen: Hard Magic macht die besseren Fantasy Geschichten. Stattdessen sollte man sich als Autor fragen: Welche Art von Geschichte möchte ich erzählen?“ und als Leser: „Welche Art von Geschichte möchte ich lesen?“ Ist es mir wichtiger, dass die Magie erstaunt und verblüfft oder möchte ich, dass sie sich „real“ und „logisch“ anfühlt? Soll sich die ganze Geschichte um Magie drehen oder ist sie eine Ausschmückung am Rande, die uns zeigt: Hier ist alles möglich! Es gibt hier kein richtig oder falsch. Alle Magie Systeme haben ihre Berechtigung.

Dennoch ist Magie ein Element, mit dem sich eine Geschichte in einer Ecke verkeilen kann, aus der es dann keinen Ausweg mehr gibt. Das passiert natürlich nicht immer, aber es gibt ein paar Fallstricke, denen viele magische Geschichten zum Opfer fallen. Worin sich magische Figuren, abgesehen von ihren Umhängen, verheddern können, schauen wir uns im nächsten Teil der Reihe an – und dabei wird uns unser Freund, Doctor Strange, helfen. Stay tuned!


Zum Nachlesen:

Brandon Sanderson: Sanderson’s First Law
Doug Landsborough: Hard & Soft Magic
Jodie Milner: Magic Systems 101: Pt. 2 Hard Magic vs Soft Magie

Wikipedia:
Hard and soft magic systems
Magic in fiction

There are 8 comments

  1. Marcel Michaelsen

    „Ist es mir wichtiger, dass die Magie erstaunt und verblüfft oder möchte ich, dass sie sich „real“ und „logisch“ anfühlt?“

    Ich denke, einer gewissen inneren Logik sollte jedes Magiesystem folgen. Sonst gerät man als Autor unter Umständen irgendwann an einen Punkt, an dem es nicht mehr funktioniert oder man plötzlich in Teil 5 der Reihe halbgare Erklärungen aus dem Hut zaubern muss, warum der Magier jetzt nicht dies oder das macht. Ein grenzenloses System führt meiner Meinung nach zu mehr Problemen, als man zuerst annimmt, weil es die Konfliktsituationen in der Geschichte extrem abschwächen kann. So ein paar Gedanken über die Logik sollte man sich deshalb vorher schon machen.
    Und auch der aufmerksame Leser wird in Teil 4 merken, wenn eine ähnliche Situation wie in Teil 2 entsteht, in der Magie behilflich war, jetzt aber nicht, weil der Autor das nicht will. Da ist schon ein wenig Fingerspitzengefühl gefragt.

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    1. Karo

      Klaro, ganz ohne Gedanken zur Logik wird es vermutlich schwer, eine Story (über längere Zeit) aufrecht zu erhalten 😊 Der Abschnitt, den du da zitierst, soll nur nochmal verdeutlichen, was bei den beiden Systemen im Vordergrund steht.

      Gefällt 2 Personen

      1. Marcel Michaelsen

        Hatte ich schon verstanden und im nächsten Beitrag willst du ja auch auf die Tücken eingehen, wenn ich das richtig verstehe. Ich wollte nur deutlich machen, dass Autoren gerade bei solchen Dingen gerne mal schludern, weil man über Story und Charakterzeichnung gerne mal den Weltenbau vernachlässigt, zu dem ja das Magiesystem mehr oder weniger gehört.

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  2. Wörter auf Reise

    Ach, was für ein spannender Beitrag. Mit Fantasy und Magie hat man mich sofort 😀 Von der Einteilung hatte ich bis gerade auch nichts gehört, klingt aber logisch. Ich überlege gerade, was ich lieber lese oder was in meinem Regal überwiegt. Ich glaube es ist wirklich die Hybride Mischung. Wie sieht es eigentlich mit Paralleluniversen aus? Ist das auch eine Form der Magie oder nicht. In His darkest materials gibt es ja eine pseudowissenschaftliche Erklärung und dennoch wird gleichzeitig auch mit magischen Elementen gespielt. Aber genug dazu. Freue mich schon auf die nächsten Teile, finde es ja gut, dass du eine kleine Reihe daraus gemacht hast 😀

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  3. idasbookshelf

    Tausend Dank für deinen Beitrag liebe Karo! ❤
    Ich habe mich in der letzten Zeit auch ein wenig mit den verschiedenen Magie-Systemen auseinandergesetzt und finde die unterschiedlichen Konzepte unglaublich spannend. Das Thema hast du so schön aufbereitet – ich freu' mich schon jetzt riesig auf die nächsten Beiträge dieser Reihe!
    Liebste Grüße,
    Ida

    Gefällt 1 Person

  4. ninakol.

    Hi. Wie schön wieder von Dir zu lesen! Und Du hast die Zeit ja wirklich genutzt und recherchiert und geschrieben, u. a. 😉
    In der Geschichte der Fantasy wie wir sie heute lesen (also nicht Prospero, Faust) hat sich mit der Zeit einfach auch eine teils ausgefeiltere Fantasy und damit Magie entwickelt. Die Romane, Schriftsteller, Leser wurden doch anspruchsvoller. Wenn ich da zB an die wunderbar geschriebenen Bücher von P. Rothfuss denke. Bestimmt kann mal ein Autor etwas für seinen Helden aus dem Hut zaubern, aber heute funktioniert das nicht mehr als Dauerlösung.
    Ach. Man könnte ja schon in den Kommentar wieder ganze Artikel schreiben. So komplex das Thema (gut zu unterteilen, allen weil ich mich freu bei Dir mehr zu lesen) und auch für den Leser ja schwierig, denn er wird immer parteiisch sein, hat er doch seine Lieblingsfiguren und oder Romane.
    Ach, bin einfach gespannt…
    Liebe Grüße
    Nina

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  5. Daniela v. Buchvogel

    Was für ein fulminanter Wiedereinstieg nach deiner Sommerpause. Das, was du schreibst, klingt schon total spannend. Stimmt – die Magie folgt entweder Regeln oder man weiß nicht so genau Bescheid, was alles geht, das Element des „alles-kann-passieren“ finde ich meist nicht so toll. Ich mag es eher, wenn die Magie zentralen Regeln folgt. Auch wenn die Magie nur „soft“ ist, sollte sich der Autor selbst im Klaren sein, was geht und was nicht.
    Ich bin schon sooo gespannt auf die weiteren Folgen!
    LG
    Daniela

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  6. hemator

    Eine schöne Zusammenfassung – wobei ich die Präsenz von Spider-Man ein merkwürdig finde, da ich seine Fähigkeiten (und die der meisten anderen Superhelden) nicht als magisch im eigentlichen Wortsinn klassifizieren würde. Die klar definierten Superkräfte lassen sich schon auf gewisse Weise vergleichen, verfügen aber nicht über die Flexibilität eines tatsächlichen Magiesystems, selbst wenn es ein hartes ist. Es wäre natürlich etwas völlig anderes, wenn wir von Doctor Strange sprechen würden, aber der taucht ja erst im nächsten Artikel auf 😉

    Ich persönlich finde, dass man bei Hard Magic immer Gefahr läuft, dass das irgendwann zu mechanisch wird und sich zu sehr wie ein Rollenspielsystem anfühlt, sei es P&P oder Videospiel. Gerade „Dungeons & Dragons“ und ähnlich geartete Regelwerke bauen natürlich auf ein sehr „hartes“ System, bei dem genau definiert sein muss, was die Magie bewirkt, was eine Fähigkeitenstufe bedeutet etc., damit das ausgewürfelt werden kann. Zugegeben bin ich bei D&D auch nicht völlig sattelfest, meine Expertise, was Pen&Paper-RPGs angeht, liegt eher im Bereich „Vampire: The Masquerade“, aber da ist es freilich nicht anders, auch wenn dieses System versucht, das auf der Erzählebene durch verschiedene Magieschulen und Philosophien zu „verschleiern“.
    Ein hartes System hat natürlich auch immer etwas technologisches, gerade in Harry Potter ist Magie ja meistens ein Subsitut für Technologie und wird oft (aber nicht immer) auch so behandelt – gerade deshalb fand ich es übrigens ziemlich schade, wie Rowling am Ende den Elde Wand eingesetzt hat.
    Mittelerde ist für mich ein relativ interessanter Sonderfall, weil Magie dort im Grunde eine Sache der Perspektive ist. Es sind primär die Hobbits, die von Magie sprechen und deren Sichtweise darauf die unsere widerspiegelt. Elben dagegen haben kein richtiges Wort für Magie, für sie ist das, was wir Leser oder die Hobbits als magisch wahrnehmen, etwas ganz Natürliches, Kunst oder Handwerk. Galadriel ist auch sehr irritiert darüber, dass Sam mit Magie sowohl die Künste der Elben als auch die „Trugwerke des Feindes“ in einen Topf wirft. Gandalf, Saruman und Sauron sind als Maiar natürlich Wesen einer höheren Ordnung und verfügen deshalb auch über eine völlig andere Wahrnehmung und Fähigkeiten.
    In Bezug auf „Soft Magic“ ist auch „A Song of Ice and Fire“ sehr interessant.

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