Alter Hut oder zeitloser Klassiker? Warum sich Sherlock Holmes lesen lohnt

The game is afoot! Der Startschuss ist gefallen. Heute läuten Sabine von Ant1heldin und ich die erste Runde unserer Blogaktion #bakerstreetblogs ein. Schon eine ganze Weile tauschen wir uns über unsere gemeinsame Leidenschaft – Sherlock Holmes – aus und als Sabine fragte, ob ich nicht Lust auf eine gemeinsame Blogaktion dazu hätte, habe ich nicht lange gezögert.

Was euch bei #bakerstreetblogs erwartet
Jede Woche beleuchten wir ein Thema aus der großen weiten Welt des Sherlock Holmes – es geht um Motive, Hintergründe, Adaptionen, Figuren und Favoriten. Manchmal werden wir beide unabhängig voneinander zum selben Thema schreiben (so wie heute), manchmal unterschiedliche Aspekte untersuchen (so wie nächste Woche). Ihr seid natürlich jederzeit herzlichst eingeladen, beim sherlockianischen Nerd-Out mitzumachen und unter dem Hashtag #bakerstreetblogs mitzubloggen. Ein paar Themen werden sich ganz besonders zum Mitmachen eignen – zum Beispiel, wenn wir uns mit der Frage befassen, wer wohl der beste Sherlock-Holmes Darsteller der heutigen Zeit ist. Diese Beiträge werden wir vorab natürlich noch einmal extra ankündigen. Aber genug der Vorrede. Legen wir los.


Unser Thema in dieser Woche: Wieso sollte man heute noch Sherlock Holmes lesen?

Sind diese uralten Geschichten denn nicht schon total verstaubt und abgegrabbelt? (Und ist der komische Hut nicht etwas albern?)

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Nun gut, ihr kennt euch hier auf diesem Blog vielleicht ein bisschen aus und wenn nicht, könnt ihr von der Tatsache, dass ihr gerade den Auftakt zu einer Sherlock Holmes Blogaktion lest, vermutlich schon meine Antwort auf diese Fragen ableiten. Es ist kein großes Geheimnis, dass ich die Sherlock Holmes Geschichten liebe. Ich bin ein Sherlockianer – so nennt man Nerds unserer Art. Aber wie konnte es eigentlich dazu kommen?

Von 0 auf Nerd in 48 Stunden

Was Sherlock Holmes betrifft, bin ich ein Spätentwickler. Viele Menschen kennen die Geschichten von Holmes und Watson noch aus der Kindheit oder aus der Jugend. Ich würde das zwar auch gerne auch von mir behaupten, aber bei mir ging es erst etwas später los. Viel später sogar – erst vor ungefähr 4 Jahren. Ich war 26 und erholte mich grad von einer Grippe. Das Fieber war überstanden, aber sehr viel mehr als im Bett herumzuliegen konnte ich noch nicht. Und weil das nicht gerade besonders spannend ist, brauchte ich ein wenig Unterhaltung, um nicht vor Langeweile zu sterben. ‚Wie wäre es denn mit einer netten Serie?‘, dachte ich. ‚Und was ist eigentlich dieses „Sherlock“ von dem alle so schwärmen? Schau doch mal rein…‘

Zwei Tage später hatte ich alle, bis dato erschienenen, Folgen gesehen und war ein Fan. Aber keiner von der Sorte „Die Serie hat mir ganz gut gefallen“, sondern einer aus der Kategorie: „OMG, das ist die beste Serie der Welt!“ (Was – das möchte ich nicht verhehlen – auch sehr viel mit der aliengleichen Schönheit von Mr. Cumberbatch zu tun hatte.) Und wie das so ist, wenn man etwas großartig findet, wollte ich nun alles darüber erfahren. ALLES! Also habe ich Hintergründe erforscht, mich in Foren herumgetrieben, Reddit und Tumblr gewälzt. Natürlich wusste ich auch schon vorher, wer Sherlock Holmes ist – schließlich kennt jedes Kind diesen Namen. Aber die schiere Größe des Holmes-Kosmos hat mich seinerzeit von den Socken gehauen. Es gab so viele Enthusiasten, so viele Sherlock Holmes Gesellschaften und Fanclubs, so viele Dinge, die von Holmes inspiriert wurden und so viele Adaptionen der Figur. Eine Sache, die ich damals lernte war beispielsweise, dass Sherlock Holmes die am häufigsten adaptierte fiktive Figur ist – es gibt weit über 200 verschiedene Film- und Serienformate in denen der Detektiv mit dem lustigen Hut auftrat.
Natürlich wurde ich dadurch auch ziemlich neugierig auf die Originale. Irgendetwas mussten sie ja haben, dass aus ihnen ein derartiger Kult erwachsen konnte. Skeptisch war ich trotzdem ein wenig. Ich dachte nämlich, dass diese 130 Jahre alten Geschichten für den Leser von heute nicht viel zu bieten hätten und dass sich Serien- und Filmemacher einfach nur das Gute herauspicken würden. Ja, ich erwartete, diese Geschichten wären langweilig, verschwiemelt geschrieben und aus heutiger Sicht einfach unspektakulär.
Aber ich lag falsch. Sobald ich nämlich angefangen hatte zu lesen, konnte ich nicht mehr aufhören. Wenn wir ganz ehrlich sind, habe ich das bis heute nicht getan. Es vergeht kaum ein Monat, in dem ich nichts Sherlockianisches lese oder mir zumindest ein paar Hörspiele anhöre.

Aber was macht diese Geschichten so besonders? Warum können sie heute Leser noch genauso fesseln wie vor 130 Jahren? Wieso kann sich dieser Sherlock Holmes so hartnäckig in der Popkultur halten?

Sherlock_Holmes_-_The_Man_with_the_Twisted_LipDER Detektiv

Es dürfte kaum jemanden geben, der beim Wort Detektiv nicht an Sherlock Holmes denkt. Wer sieht vor seinem geistigen Auge keinen Deerstalker, keine Pfeife, keine Lupe, wenn er sich einen Detektiv vorstellt? Holmes‘ Symbole sind stellvertretend für einen ganzen Berufsstand. So wie Irene Adler für Holmes DIE Frau ist, ist Sherlock für die Welt DER Detektiv. Dabei war er gar nicht, wie so oft angenommen wird, der erste fiktive Detektiv – das war Edgar Allen Poes Dupin. Aber er ist auf jeden Fall der Typ Ermittler, der sich bis heute gehalten hat. Vieles von dem, was Holmes ausmacht, findet man in unzähligen späteren fiktiven Detektiven wieder. Seien es nun seine Methoden, seine Intelligenz, seine Rücksichtslosigkeit, sein Side-Kick, oder die Missachtung gesellschaftlicher Normen. Sogar ins Real Life reicht sein Einfluss: Seine wissenschaftliche Herangehensweise bei der Spurensicherung und bei der Beweisführung werden hier und da gar als Inspiration für die moderne Forensik angeführt und sein Gedächtnis ist so legendär, dass die Datenbank von Scotland Yard den Namen HOLMES trägt (Home Office Large Major Enquiry System).
Mit dem Detektiv aus der Baker Street hat Sir Arthur Conan Doyle den Prototyp des (fiktiven) Ermittlers geschaffen. Ein Blick auf den ‚klassischen‘ Holmes lohnt sich daher – denn es geht doch nichts über das Original.

Held ohne Superkraft

Das, was Holmes quasi zu einem universell einsetzbaren Helden macht, ist so simpel wie es eben…nun ja… genial ist: Seine Waffe ist sein Verstand. Was auf die Leser und den guten Watson zunächst wie Zauberei wirkt, ist keine Superkraft, sondern irdischen Ursprungs. Er löst seine Fälle durch Beobachtung und Deduktionen. Beides sind Fähigkeiten, die man theoretisch trainieren kann und die ihn deshalb zu einem verhältnismäßig nahbaren Helden machen. Es sind außerdem Fähigkeiten, die mühelos in jede Zeit übertragen werden können – Holmes ist eine Figur für alle Epochen. Denn ein Charakter, der durch Überlegungen, durch Kombinieren, durch das simple Ausschließen des Unmöglichen zum richtigen Schluss gelangt und der allein auf seinen Verstand baut, kann jederzeit unterhalten, faszinieren und vor allem funktionieren. Es ist im Grunde vollkommen unerheblich, ob dabei auf der Straße Pferdekutschen oder Sportwagen fahren, ob Telegramme oder SMS verschickt werden. Bei einem Krimi steht ein Rätsel und der Weg zu dessen Lösung im Fokus – und zu der gelangt Holmes mit einfachen Mitteln: Durch Überlegung und das Testen seiner Hypothesen. Das funktioniert heute wie vor 130 Jahren.

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Hirn & Herz

Und wo wir schon bei zeitlosen Dingen sind: Es ist nicht allein Holmes, der den Reiz der Geschichten ausmacht, sondern auch das Motiv der Freundschaft, das die Leser entzückt. Holmes und Watson zählen sicherlich zu den bekanntesten Duos der Literaturgeschichte – und das nicht ohne Grund. Hier haben wir zwei sehr unterschiedliche Männer – der eine Denkmaschine, der andere warm und einfühlsam – die nicht nur zusammen wohnen, sondern auch gemeinsam Rätsel lösen und Abenteuer erleben. Ihre Loyalität zueinander bleibt dabei stets ungebrochen. Sie akzeptieren, ergänzen und verstehen sich trotz ihrer Unterschiede. Über solche Freundschaften liest man einfach gern.
Watson ist für uns Leser ohnehin ein wichtiger Aspekt: Er ist unser Stellvertreter. Erst durch ihn und den Kontrast, den er zu Holmes bietet, werden die Rätsel unterhaltsam, zugänglich und vor allem eines: witzig. Der Gedanke an den häuslichen Alltag der viktorianischen Bros in der Baker Street zaubert vermutlich jedem Sherlockianer ein Lächeln aufs Gesicht. Sei es nun, dass Holmes Watsons Scheckheft unter Verschluss halten muss, damit er sein Geld nicht verwettet oder dass Watson Holmes mal ein bisschen zurechtweisen muss, weil der mal wieder Indoor-Schießübungen macht. In dieser skurrilen WG schaut man gern vorbei.

London, Baby!

Aber es ist nicht nur die Baker Street, die uns in diesen Geschichten willkommen heißt. Es ist die ganze Stadt. „London, that great cesspool into which all the loungers and idlers of the Empire are irresistibly drained“, wie es Sir Arthur Conan Doyle in A Study in Scarlet so schön beschreibt. So präsent ist die britische Metropole, so verankert ist der Detektiv in ihr, dass es fast scheint, als wäre London selbst ein Charakter in diesen Geschichten. Und obwohl die Stadt auch in vielen moderneren Adaptionen, wie BBCs Sherlock, eine präsente Rolle einnimmt, ist es vor allem das späte viktorianische London der Originale, das verzaubert. Es ist natürlich eine romantisierte Darstellung der Stadt – ohne den Gestank und oft ohne den Dreck – aber es ist das London, das wir in unseren Köpfen behalten wollen. Ein London aus „simpleren Zeiten“, ohne Smartphones, ohne Autos, ohne Twitter. Der Nebel, die Gaslampen, der Regen, die Pferdekutschen, die über das Kopfsteinpflaster sausen, während in der Baker Street ein Feuer im Kamin prasselt – all das sorgt bei anglophilen Menschen für Verzückung. Bald schon wird ein Klient – mal König, mal einfacher Bürger – die Räume der Baker Street betreten und ein Problem schildern. Dem Rätsel auf der Spur treten wir mit Holmes und Watson vor die Tür, in die große Stadt. Sie führen uns in gutbürgerliche Häuser, in die Residenzen der Upper-Class, in schicke Restaurants genauso wie in dunkle Opiumhöhlen und an die Docks – in dieser Stadt wartet das Abenteuer überall.

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Nicht einfach nur Krimis, sondern Abenteuer 

Kurz und kurzweilig, eignen sich diese Geschichten für Nachmittage auf dem Sofa, für lange Zugfahrten, als Ersatz für Sudoku oder um sie den Kindern vorzulesen. Kurzum: Sie sind perfekt, wenn man Unterhaltung braucht. Es sind außerdem Geschichten, die man gut und gerne noch ein zweites oder drittes Mal lesen kann. Es tut der Sache keinen Abbruch, dass man dann schon weiß, was des Rätsels Lösung ist. Die Geschichten bieten mehr als die „simple“ Aufklärung eines Verbrechens: Es gibt Action, Witz und Charme.
Es kommt auch nicht von ungefähr, dass die Geschichten im Englischen meist das Wort Adventure im Titel tragen (z.B. The Adventure of the Dancing Men, The Adventure of the Noble Bachelor). Holmes und Watson klären nicht nur Verbrechen auf, nein, sie erleben Abenteuer – mal kleine, mal große.
Die Probleme, die Holmes geschildert werden, sind nämlich oft ziemlich abstruser Natur – man denke da nur einmal an die Liga der Rotschöpfe – und bieten einen schönen Fundus an Absurdität, abseits des normalen Mord- und Totschlags eines Krimis. Ja, manchen liegt nicht einmal ein echtes Verbrechen zugrunde. Und genau das ist es, was den Charme der Geschichten ausmacht. 
Auf dem Weg zur Lösung gehen Holmes und Watson außerdem nicht immer den konventionellen und manchmal nicht einmal den gesetzestreuen oder moralisch akzeptablen Weg – auch das ist zweifellos etwas, das den Unterhaltungsfaktor erhöht.
Also: Was darf es heute sein? Flüchten wir vor der Polizei oder helfen wir ihr? Brechen wir ein oder klären wir einen Einbruch auf? Jagen wir Giftschlangen oder kompromittierende Fotografien? Prügeln wir uns in einem Pub oder machen wir Heiratsanträge, um an Informationen zu gelangen? Egal. Schnappt euch den Deerstalker, zückt die Lupen und steckt den Revolver ins Tweed Jacket. Das Abenteuer wartet – the game is on!

Ihr merkt, es gibt vieles, wofür es sich aus meiner Sicht lohnt, die Geschichten zu lesen. Sie bieten Abenteuer und Witz, erzählen von Freundschaft und Rätseln, verzaubern mit dem Charme des viktorianischen Londons und, nicht zuletzt, ist Holmes das Vorbild für so viele Detektive, die nach ihm kamen. Damit ich mich jetzt nicht noch weiter verliebe und es zum Nerd-Kollaps kommt, mache ich an dieser Stelle lieber einen Punkt und gebe ab an Sabine. Ob sie das alles ganz anders sieht und was für sie den Reiz der Geschichten ausmacht, erfahrt ihr HIER.

Was meint ihr: Ist Sherlock Holmes ein alter Hut oder kann man die Originale heute noch lesen? Verratet es uns doch in einem Blogartikel oder in sozialen Medien unter dem Hashtag #bakerstreetblogs.


Das nächste Mal bei den #bakerstreetblogs…
Am kommenden Sonntag geht es bei Sabine um Frauenfiguren in Sherlock Holmes Originalen und Adaptionen und ich beschäftige mich mit dem Napoleon des Verbrechens, Professor Moriarty. Wir freuen uns, wenn ihr wieder vorbeischaut. Stay tuned.

Bilder: Illustrationen von Sidney Paget, Wikimedia Commons

18 replies

  1. Toller, äußerst informativer Beitrag! – Ich freue mich schon sehr auf eure Blogaktion, bin ich doch durch Sir Arthur Conan Doyle vor vielen Jahren erst richtig zum Leser geworden bzw. habe durch ihn begonnen die Bandbreite des Kriminalromans für mich zu entdecken. Gemeinsam mit meiner Verlobten haben wir allein sieben Regalmeter nur mit verschiedensten Holmes-Ausgaben sowie etlichen Pastiches und Sekundärliteratur. Und es werden jährlich mehr, weil der Detektiv aus der Baker Street einfach eine Faszination ausstrahlt, die nicht endlich zu sein scheint.

    Nächstes Jahr werden wir übrigens nach Devon reisen. Direkt an den Rand des Dartmoors. Und du darfst dreimal raten, welche Lektüre wir mitnehmen werden. 🙂

    Schönen Sonntag und liebe Grüße aus der Crime Alley!
    Stefan

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    • Hallo Stefan, danke Dir 🙂 Ja, die Sherlock Holmes Geschichten waren für mich auch der Auftakt für meine Krimibegeisterung. Und sie haben mich auch aus einer ziemlichen Leseflaute herausgeholt – ohne sie gäb’s diesen Blog vermutlich gar nicht 🙂
      Wow sieben Meter – das ist ja echt Wahnsinn! Ich finde es auch ganz wunderbar, dass ihr dieser Leidenschaft offenbar zusammen frönt 🙂 Ich wünsche euch ganz viel Spaß in Devon – aber Obacht vor dem riesigen Geisterhund 😉 Ahuuuuuu!
      Liebe Grüße

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  2. Hurra, es geht los! Danke schon mal an Euch für diese schöne Aktion.
    Ich erfuhr meine Sherlock Initiation durch die Sherlock Filme mit Basil Rathbone (gibt es einen englischeren Namen als diesen?!) und Nigel Bruce. Damals war ich vielleicht 10/11 Jahre alt und ich erinnere mich an gemütliche Stunden vor dem Fernseher, fasziniert von Sherlock und seinen Methoden. Später bekam ich von meiner wunderbaren, deutlich älteren Schwester ein Buch mit Sherlock Geschichten geschenkt, die ich mit großem Interesse las (sie schenkte mir auch ein Buch mit Edgar Allan Poe Geschichten, ich verdanke ihr soooo viel). Mit 14 Jahren konstatierte ich gegenüber meinem Vater, dass London meine Lieblingsstadt ist. Das war eine etwas vermessene Aussage, denn ich war noch nie dort gewesen (DDR Kind) und mein Vater erwiderte genau das. Ich blieb dabei, London war meine Lieblingsstadt, period! Als ich viel später endlich nach London reisen konnte, bestätigte sich diese Aussage. Manchmal weiß man Dinge eben einfach so 🙂
    Ich liebe London, ich liebe England, ich liebe die englische Sprache und ich liebe besonders die Viktorianische Ära. Insofern stimme ich Dir vollkommen zu, für Anglophile sind die Sherlock Geschichten ein Traum.
    Na und dann kam die BBC Sherlock Produktion und die hat mich total in ihren Bann gezogen. Und so flammte eine alte Liebe wieder auf und ich kaufte mir schließlich die kompletten Sherlock Geschichten im englischen Original. Es macht einfach Spaß, die Stories zu lesen.
    )Vom Fandom an sich musste ich mich dann aber doch etwas zurücknehmen, also vom BBC Sherlock Fandom, da mir das dann doch zu crazy wurde mit den Johnlockers 😉 )
    Sherlock’s scharfer, analytischer Verstand und seine Beobachtungsgabe faszinieren mich ungemein und ich hätte auch gerne solche Fähigkeiten but alas 🙂 Ich bin ein neugieriger Mensch und ich möchte gerne so viel wissen, wie ich kann. Und ich finde es genial, dass Sherlock so viel weiß.

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    • 🙂 🙂 🙂 Oh Basil Rathbone! Das ist ja mal ein neuer Einstieg – sonst hört man immer nur von Jeremy Brett und Cumberbatch als erste Sherlock Berührungspunkte. Ich hab mir mal ein paar Rathbone Filme auf Youtube angeschaut – ich bin kein großer Fan von Nigel Bruce’s Watson, aber Rathbone ist schon ziemlich stark!
      Dass London meine Lieblingsstadt ist, wusste ich übrigens auch schon bevor ich da war. Das Lesen der Sherlock Holmes Geschichten hat dabei auch bei mir in nicht unerheblichem Maße beigetragen 😀 Warst du schonmal im Sherlock Holmes Museum in London? Die Einrichtung dort hat mich ziemlich entzückt 🙂
      Das Fandom mitsamt den Johlockers werden wir auch nochmal unter die Lupe nehmen. Schon Wahnsinn, was so eine Serie auslösen kann 😉 Aber dafür lassen wir uns noch ein paar Wochen Zeit
      Ich freu mich, wenn du weiter mitliest und mitkommentierst 🙂
      Sherlockianische Grüße und einen schönen Sonntag!

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      • Danke für Deine liebe Antwort.
        Ja, ich war schon im Sherlock Holmes Museum (noch bevor es die BBC Serie gab, was insofern von Vorteil war, als dass nicht eine gaaaaanz so lange Schlange stand) und es hat mir auch sehr gut gefallen, besonders das kuschelige Wohnzimmer mit echtem Kaminfeuer! Und das Clo, 😉 hehe.
        „Mein“ Hotel in London liegt auch gleich ganz in der Nähe, sodass die Baker Street/Marylebone Road Gegend quasi mein „home turf“ in London ist und ich spaziere immer an Sherlock’s Haus vorbei, wenn ich in den Regent’s Park gehe,

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  3. Liebe Karo,

    deine Reaktion auf die Serie kommt mir irgendwie bekannt vor 😀 tatsächlich wollte ich aber schon mit Hintergrundwissen aus dem Original die Serie anschauen und habe beides parallel angefangen. Ich bin sonst abolut kein Krimifan, aber meine Gesamtausgabe von Sir Arthur Conan Doyle hatte ich in Rekordzeit ausgelesen!

    Beim Lesen eben habe ich vor mich hin genickt wie so ein Wackeldackel. Ich glaube, wenn mich in Zukunft jemand fragt, was mich an Sherlock Holmes begeistert, verweise ich denjenigen einfach auf deinen Beitrag 😉

    Alles Liebe
    Sabrina

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  4. Jaa und ja und ja und jaaaa. Ich bin auch ein später Sherlockian, ich glaube, es fing bei mir mit einem Hörbuch vor 5 oder 6 Jahren an und dann erst mal mit BingeWatch bei Netflix (BENEDICT!!!!!!!). Seit dem bin ich wie du verfallen und hab dann erst mal den Großteil der Geschichten angehört. Und, jetzt beim hier Kommentieren :D. Ich hab einige Adaptionen von Franziska Franke gelesen, die ich finde reltaiv nah ans Original herankommen und auch neue, interessante und spannende Abenteuer bereit halten. Nur fehlt mir hier der Watson, da ist ein andere Begleiter. Dabei ist Watson einfach, ach, sooo zum knuddeln! Erst auf der FBM hab ich mir das erste Original und englisch mitgenommen Sherlock Holmes Adventures and Memoirs. Ich könnt direkt noch mal anfagen 😀

    glg Franzi

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    • Hach, ist das schön – so viel Begeisterung für den Meisterdetektiv 🙂 Franziska Franke kenne ich ich noch gar nicht. Hab ich mir grad mal angeschaut. Wie ich sehe, treibt sich Detektiv da mal abseits der britischen Inseln rum. Klingt spannend – danke für den Tipp 🙂
      Ich find Watson auch immer suuuuper herzig! Leider hat er diesen Trottel-Ruf weg – was allerdings total ungerechtfertigt ist 🙂 Viel Spaß mit der englischen Ausgabe! 🙂

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  5. Hi. Als Kind bekam ich „Der blaue Karfunkel“ als Jugendbuchversion geschenkt. Es war um mich geschehen, ich war infiziert. Holmes! Krimis! England! Kriminalgeschichte! Ich las fast alles, was ich in die Finger bekam und am allerliebsten Sherlock Holmes. Ich liebte die alten SW Serie, auch wenn Watson darin wie ein Trottel dargestellt wurde. Die Stimmung und Holmes, die stimmten! Und dann gab es natürlich die grossartige Neuverfilmung mit J. Brett, der für mich einfach den viktorianischen Holmes überhaupt verkörperte. Ausserdem verliebte ich mich durch Bücher ( allerdings nicht nur Holmes), in England und sobald ich könnte, fuhr ich dann auch“rüber“. Der ein oder andere Roman mit neu erfundenen Geschichten landete bei mir, die wenigsten gefielen wirklich richtig gut. Es wurde etwas ruhiger, bis diese frechen Filme von Guy Richie in s Kino kamen! Jeha! Und endlich auch Mal ein taffer Watson! Ich hoffe ja so sehr, dass es wirklich einen dritten Film geben wird.
    Und dann kam diese „komische“ BBC Serie, riesige Vorschusslorbeeren, in der heutigen Zeit spielend?! Bitte?! So genial! So tolle Stauspieler, so frech, …und auch da hoffe bestimmt nicht nur ich auf eine weitere Staffel!
    Tja, zeitgemäß, was ist schon zeitgemäß. Warum lesen wir noch Klassiker? Manchmal sind die Geschichten und ihre Personen eben zeitlos! Bücher, warum das so ist gibt es auch genug. Ich bin nur froh, dass ich „infiziert“ würde.
    Danke für einen ganz tollen Artikel und sehr schöne Kommentare von so vielen ebenfalls infizierten 🙂
    Liebe Grüße
    Nina

    Gefällt 2 Personen

    • Danke für den tollen Kommentar, Nina! Super spannend zu lesen, wie andere zu Sherlock-Fans wurden 🙂 Ich stimme dir übrigens total zu was Jeremy Brett (näher am Original geht’s fast nicht) und Watson aus den Guy Richie Filmen betrifft (für mich einer der besten Watsons ever!). Der dritte Film scheint tatsächlich gedreht zu werden. Zumindest postet Robert Downey Jr. Sherlock Content. Aber ich glaube, der Film kommt erst 2020 in die Kinos – ein bisschen warten müssen wir also noch. Von Sherlock würde ich auch gern noch eine neue Staffel sehen – aber dann eine, die wieder zu den Wurzeln zurückkehrt. Die vierte Staffel war für meinen Geschmack ziemlich „over the top“. Gute Unterhaltung zwar, aber eben nicht wirklich Sherlock…
      Liebe Grüße!

      Gefällt 1 Person

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