[GELESEN] Jay Asher: Thirteen Reasons Why

IMG_20170520_133954_329Es gibt Geschichten, die man eigentlich nur liest, weil man wissen will, was es mit dem Hype auf sich hat. Aus genau diesem Grund ist auch Thirteen Reasons Why von Jay Asher in meinem Einkaufswagen gelandet.
Die Netflix Serie ist ja seit ein paar Wochen in aller Munde und hat bereits einiges an Diskussion hervorgerufen. Da musste ich natürlich herausfinden, warum eigentlich alle darüber sprechen. Allerdings wollte ich erst einmal den zugrunde liegenden Roman lesen. Das gehört sich so als Bücherwurm. Außerdem mag ich eine gute Young Adult Story manchmal sehr gerne – und dieses Buch hat auf Goodroods und Amazon gute Bewertungen bekommen. Warum, ist mir im Nachhinein allerdings irgendwie schleierhaft.  Weiterlesen

[GESPIELT] Holmes – Sherlock gegen Moriarty

Schon wieder ein Artikel über Sherlock Holmes?

Tja, was soll ich machen? Ich hatte unlängst Geburtstag und habe vom Lieblingskollegen ein Holmes-Spiel geschenkt bekommen. Ich kann ja nichts dafür, dass meine Freunde meine Interessen kennen, oder?
Außerdem hatte ich so viel Spaß beim Spielen, dass ich es irgendwie unangebracht fände, das Spiel hier nicht zu erwähnen. Freude muss man teilen. Das weiß doch jeder.

IMG_20170513_173853_520 Also, worum geht es bei Holmes? Nun, nach einem Blick auf den Titel muss man kein Sherlock Holmes sein, um das zu erraten: Es geht natürlich um Holmes und Moriarty. „Elementary, my dear Watson!“ würde der Detektiv jetzt vielleicht sagen. (Aber auch nur vielleicht.)*
Die Spielbeschreibung auf der Schachtel wird allerdings dann doch noch etwas konkreter: Auf das britische Parlament wurde ein Anschlag verübt! Die Beweise sind rar und Scotland Yard tappt im Dunkeln. Da kann nur einer helfen: Sherlock Holmes! Doch im Hintergrund zieht auch Professor Moriarty seine Fäden und versucht eifrig, Spuren zu verwischen. Und so entbrennt ein Duell zwischen den beiden brillantesten Köpfen Londons. Nur wer die meisten Hinweise findet, wird erfolgreich sein. Löst Holmes den Fall oder kommt Moriarty ein weiteres Mal ungeschoren davon?  Weiterlesen

Beifang

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In der Buchhandlung meines Vertrauens verkauft man jetzt auch buchbezogene Jutebeutel, Socken, Tassen, Regenschirme und allerlei anderen Schnickschnack, den man zwar nicht braucht, aber trotzdem in die Einkaufstasche packen möchte. Ich versuche natürlich diesen Impuls zu unterdrücken, aber bei diesen Lesezeichen bin ich dann doch schwach geworden. #sorrynotsorry

[GELESEN] Daniel Keyes: Flowers for Algernon

IMG_20170502_220852_709Es gibt unzählige Bücher, die sich so dahinlesen und für den Moment zwar unterhaltsam sind, aber keinen bleibenden Eindruck hinterlassen. Das ist in Ordnung – wir alle brauchen hier und da etwas Unterhaltung. Aber im Grunde sind wir doch als Vielleser, Leseratten, Geschichtenliebhaber, Bücherwürmer oder -drachen auf der Suche nach Geschichten, die uns nicht mehr loslassen und noch lange nach dem Lesen beschäftigen, die uns mitreißen, unser Weltbild in Frage stellen, uns berühren und von denen wir sagen: ‚Das ist das Buch, nach dem ich schon immer gesucht habe!‘
Begegnungen dieser Art sind selten, aber es gibt sie. Ich hatte neulich eine: Flowers for Algernon von Daniel Keyes.  Weiterlesen

[Gelesen und gehört] Viermal Holmes

IMG_20170426_191204_379Es ist vermutlich schon aufgefallen, dass ich eine kleine Leidenschaft für einen gewissen englischen Detektiv namens Sherlock Holmes hege. Ich habe ihn hier sicherlich schonmal erwähnt, so am Rande – höchsten ein-, zweihundert Mal.
Zwar versuche ich, meinen Lesekonsum in diesem Bereich im Zaum zu halten, aber im letzten Monat scheint mir das eher mäßig gelungen zu sein. Aber was soll man machen? Es gibt eben  Zeiten, in denen man von einem Thema so gepackt ist, dass man alles darüber erfahren möchte. Alles! Weil wir in diesem Jahr ohnehin 130 Jahre Sherlock Holmes feiern, geht das vom Timing her sogar in Ordnung.
Damit aber nicht jeder Artikel hier Sherlock Holmes thematisiert, habe ich diesmal ein wenig gesammelt, bevor ich meine Eindrücke zu den verschiedenen Büchern zu (digitalem) Papier gebracht habe. Da man Holmes offenbar in allen Gattungen der Literatur begegnen kann, haben wir diesmal einen schönen, bunten Format-Mix im Angebot: Hörbuch, Pastiche-Roman, Sachbuch und Comic. Weiterlesen

[Erster Eindruck] Doctor Who, Staffel 10

ACHTUNG: Dieser Artikel enthält SPOILER. Aber nur kleine bis mittelschwere.

Hach, wie habe ich es vermisst, das unverkennbare Geräusch der startenden TARDIS. Eine gefühlte Ewigkeit musste der geneigte Whovian auf neue Abenteuer in Raum und Zeit warten. Doch nun sind sie alle wieder da: Der Doctor, sein Sonic Screwdriver, die Monster und die TARDIS. Als Sahnehäubchen auf diesem illustren Zeitreise Eisbecher gibt es mit der neuen Staffel außerdem eine neue Gefährtin für den Doctor. Yihaaa! Das wurde ja auch mal Zeit. Denn des Doctors letzte Begleiterin, Clara, hatte in meinen Augen ihre Zu-Bett-Geh-Zeit maßlos überzogen und mich gegen Ende ihres dreistaffeligen Auftritts gleichermaßen gelangweilt und genervt.

Die erste Folge der neuen Staffel nimmt sich erstmal ausreichend Zeit, um uns Bill Potts (Pearl Mackie), das neue Gesicht in der TARDIS, vorzustellen.
Sie arbeitet in der Cafeteria einer Universität, an der der Doctor mittlerweile unterrichtet. Nachdem unser Timelord ihr Privatunterricht gibt (nicht in der versauten Art und Weise), landet sie allerdings über kurz oder lang in der TARDIS. Man kennt das ja.
Bill ist im Grunde ein recht klassischer Doctor Who Begleiter: Jung, weiblich, sympathisch, Waisenkind, relativ ereignisloses Leben, perspektivloser Job und ein Hang dazu, zu sagen, was ihr gerade durch den Kopf geht. Sie erinnert mich dabei recht stark an frühere Gefährten des Doctors, wie Rose Tyler oder Donna Noble. Das ist durchaus positiv gemeint, denn die beiden sind eindeutig meine Favoriten (abgesehen von Captain Jack vielleicht, aber der läuft außer Konkurrenz).
Im Vorfeld gab es bereits einiges Getöse um Bills Sexualität. Denn sie geht als erster homosexueller Companion in die Doctor Who Annalen ein – was im Jahr 2017 eigentlich nicht so sonderlich revolutionär wirken sollte…
Damit wir das auch ja nicht übersehen, wird das in der ersten Folge auch direkt in den Fokus gestellt: Bill verguckt sich in eine Studentin. Blöd nur, dass Heather – so heißt die junge Dame – einer mysteriösen Pfütze zum Opfer fällt bevor sich echte Liebe entwickeln kann.
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Das Trauma von Watership Down

Ein Trickfilm mit süßen Häschen? ‚Damit kann man wohl nichts falsch machen‘, dachte eine Lehrerin im beschaulichen Brandenburg und präsentierte ihrer Grundschulklasse den Film „Watership Down – Unten am Fluss“.
Was die Schüler zu sehen bekamen, war allerdings keine fröhliche Geschichte über lustig hüpfende Hasen sondern ein düsteres Abenteuer mit zerfetzten Hasenohren, scharfen Krallen, allerhand Blut und dem „schwarzen Kaninchen des Todes“.
Im Publikum auch ich, fortan traumatisiert durch den blutrünstigen Hasengeneral Woundwort. (Falls ihr nicht wisst wie der aussieht, googelt mal… Nicht gerade ein Kandidat für die Rolle des Osterhasen.)
Seither frage ich mich, wie man eigentlich auf die Idee kommen kann, dass es sich bei dieser Geschichte um einen Kinderfilm handelt. Denn mir wurde von mehreren meiner Mitmenschen bestätigt, dass auch sie sich damals bei diesem Film ziemlich gegruselt hätten. Der eine oder andere so sehr, dass die Eltern das verängstigte Kind weinend hinter der Couch versteckt vorfanden. Wahrscheinlich hat dieser Film eine ganze Generation verstört…

Watership Down

Aber jetzt, so kurz vor Ostern, und ca. 20 Jahre später, war es vielleicht doch mal an der Zeit, mich meinen Kindheitsängsten stellen. Deshalb wollte ich zunächst einmal das Buch zu lesen, auf dem dieser Film beruht: Watership Down von Richard Adams. Bücher sind schließlich Freunde.

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[Gelesen] Jem Lester: Shtum

Nein, nein, ich habe mich nicht verschrieben. Das Wort ’shtum‘ gibt es wirklich. Es stammt aus dem Jiddischen, bedeutet, wie man vielleicht schon herleiten kann, so viel wie „stumm“, „still“ oder „sprachlos“ und beschreibt die Familie Jewell im Grunde perfekt: Der 10-jährige Jonah ist Autist und hat seit 8 Jahren kein Wort mehr gesprochen – er lebt buchstäblich in seiner eigenen Welt. Doch Jonah ist nicht der einzige in dieser Familie, der seine Gefühle nicht verbal artikulieren kann. Seine Eltern, Ben und Emma, beispielsweise sprechen nie über die Probleme ihrer Beziehung. Als diese schließlich zerbricht, zieht Ben mit Jonah notgedrungen zu seinem Vater Georg – zu dem er allerdings nie ein besonders gutes Verhältnis hatte. Drei Männer unter einem Dach, von denen einer nicht sprechen kann und zwei es nicht wollen – das klingt nicht besonders harmonisch. Ist es natürlich auch nicht.

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Im Klappentext heißt es:
Ten-year-old Jonah lives in a world of his own.
He likes colours and feathers and the feel of fresh air on his skin.
He dislikes sudden loud noises and any change to his daily routine.
Jonah has never spoken, yet somehow he communicates better than all of the adults in his life.‘
Obwohl das durchaus nach einer Geschichte klingt, die mir potentiell gefallen könnte, war es letztendlich eine Kurzrezension auf der ersten Seite, die mich zum Kauf bewogen hat. Dort stand, Shtum wäre „a darker, sadder version of ‚The Curious Incident of the Dog in the Night-Time‘, but just as moving.“
Nun, The Curious Incident of the Dog in the Night-Time von Mark Haddon (Deutscher Titel: Supergute Tage oder Die sonderbare Welt des Christopher Boone) ist eines meiner absoluten Lieblingsbücher. Verständlich also, dass mich ein Vergleich wie dieser aufhorchen lässt. Weiterlesen

[Gesehen] Beauty and the Beast

Es gibt Filme, da weiß ich quasi schon bei Drehbeginn, spätestens aber nach dem ersten Trailer, dass ich sie unbedingt sehen muss. Und zwar an dem Tag, an dem sie ins Kino kommen. Oder spätestens am Wochenende danach. Und dann nochmal. Und nochmal. Und nochmal!

Beauty and the Beast gehörte nicht zu diesen Filmen.
Den Trailer fand ich zwar ganz nett, aber ich war trotzdem einige Zeit unschlüssig, ob ich mir Hermine Die Schöne und das Biest tatsächlich anschauen sollte. Aus dreierlei Gründen. Erstens begeistern mich Liebesgeschichten meistens eher mäßig bis gar nicht. Zweitens bin ich kein großer Freund von Filmen, in denen viel gesungen wird – ja, ich weiß, das ist eine unpopuläre Meinung. Aber La La Land hatte mich unlängst erst wieder in meiner Abneigung bestätigt.  Und drittens mag ich Emma Watson zwar sehr, aber als Schauspielerin hat sie mich bislang noch nicht so wirklich überzeugt.

Nachdem eine liebe Freundin aber auf meine Frage, ob sich der Film denn lohne, mit den Worten: „Ich finde, man kann das durchaus machen“ antwortete und dann auch vorschlug, dass wir uns den Film nochmal zusammen anschauen könnten, war ich dann doch entschlossen, mich auf die Sache einzulassen. Auch wenn ich mich insgeheim auf die Möglichkeit vorbereitete, zwei Stunden lang genervt mit den Augen zu rollen.
Aber immerhin hatte ich den dazugehörigen Zeichentrickfilm nie gesehen und so bestand auch keine Gefahr, dass kostbare Kindheitserinnerungen besudelt werden konnten.
Mit immernoch recht gespaltener Persönlichkeit fand ich mich dann also gestern im CineStar Original am Potsdamer Platz wieder – eine Hälfte von mir dachte „Das wird bestimmt ganz nett“ während die andere Hälfte vehement ausrief: „Das wird garantiert schrecklich!“ Gemischte Erwartungen also. Weiterlesen

Harry, Harry, Harry!

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Die liebe @queenstagram13 hat mich gestern auf Instagram gefragt, ob ich nicht mal die Harry Potter Sammlung aus meinem Bücherregal zeigen kann.

Na aber sicher! Hier sind sie, meine Schätze.

Vor ein paar Monaten habe ich mir – quasi als Weihnachtsgeschenk von mir an mich – alle Bände der neuen Bloombury Edition zugelegt, um endlich mal ein zusammenpassendes Set zu besitzen. Bis dato war, wie man sieht, alles irgendwie zusammengewürfelt. Aber im Endeffekt ist es natürlich egal ob Paperback, Hardcover, Erwachsenen-Edition, illustrierte Ausgabe, britisches, amerikanisches, oder deutsches Cover – ich liebe sie alle!