[GELESEN] Jay Asher: Thirteen Reasons Why

IMG_20170520_133954_329Es gibt Geschichten, die man eigentlich nur liest, weil man wissen will, was es mit dem Hype auf sich hat. Aus genau diesem Grund ist auch Thirteen Reasons Why von Jay Asher in meinem Einkaufswagen gelandet.
Die Netflix Serie ist ja seit ein paar Wochen in aller Munde und hat bereits einiges an Diskussion hervorgerufen. Da musste ich natürlich herausfinden, warum eigentlich alle darüber sprechen. Allerdings wollte ich erst einmal den zugrunde liegenden Roman lesen. Das gehört sich so als Bücherwurm. Außerdem mag ich eine gute Young Adult Story manchmal sehr gerne – und dieses Buch hat auf Goodroods und Amazon gute Bewertungen bekommen. Warum, ist mir im Nachhinein allerdings irgendwie schleierhaft.  Weiterlesen

Beifang

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In der Buchhandlung meines Vertrauens verkauft man jetzt auch buchbezogene Jutebeutel, Socken, Tassen, Regenschirme und allerlei anderen Schnickschnack, den man zwar nicht braucht, aber trotzdem in die Einkaufstasche packen möchte. Ich versuche natürlich diesen Impuls zu unterdrücken, aber bei diesen Lesezeichen bin ich dann doch schwach geworden. #sorrynotsorry

[GELESEN] Daniel Keyes: Flowers for Algernon

IMG_20170502_220852_709Es gibt unzählige Bücher, die sich so dahinlesen und für den Moment zwar unterhaltsam sind, aber keinen bleibenden Eindruck hinterlassen. Das ist in Ordnung – wir alle brauchen hier und da etwas Unterhaltung. Aber im Grunde sind wir doch als Vielleser, Leseratten, Geschichtenliebhaber, Bücherwürmer oder -drachen auf der Suche nach Geschichten, die uns nicht mehr loslassen und noch lange nach dem Lesen beschäftigen, die uns mitreißen, unser Weltbild in Frage stellen, uns berühren und von denen wir sagen: ‚Das ist das Buch, nach dem ich schon immer gesucht habe!‘
Begegnungen dieser Art sind selten, aber es gibt sie. Ich hatte neulich eine: Flowers for Algernon von Daniel Keyes.  Weiterlesen

[Gelesen und gehört] Viermal Holmes

IMG_20170426_191204_379Es ist vermutlich schon aufgefallen, dass ich eine kleine Leidenschaft für einen gewissen englischen Detektiv namens Sherlock Holmes hege. Ich habe ihn hier sicherlich schonmal erwähnt, so am Rande – höchsten ein-, zweihundert Mal.
Zwar versuche ich, meinen Lesekonsum in diesem Bereich im Zaum zu halten, aber im letzten Monat scheint mir das eher mäßig gelungen zu sein. Aber was soll man machen? Es gibt eben  Zeiten, in denen man von einem Thema so gepackt ist, dass man alles darüber erfahren möchte. Alles! Weil wir in diesem Jahr ohnehin 130 Jahre Sherlock Holmes feiern, geht das vom Timing her sogar in Ordnung.
Damit aber nicht jeder Artikel hier Sherlock Holmes thematisiert, habe ich diesmal ein wenig gesammelt, bevor ich meine Eindrücke zu den verschiedenen Büchern zu (digitalem) Papier gebracht habe. Da man Holmes offenbar in allen Gattungen der Literatur begegnen kann, haben wir diesmal einen schönen, bunten Format-Mix im Angebot: Hörbuch, Pastiche-Roman, Sachbuch und Comic. Weiterlesen

Das Trauma von Watership Down

Ein Trickfilm mit süßen Häschen? ‚Damit kann man wohl nichts falsch machen‘, dachte eine Lehrerin im beschaulichen Brandenburg und präsentierte ihrer Grundschulklasse den Film „Watership Down – Unten am Fluss“.
Was die Schüler zu sehen bekamen, war allerdings keine fröhliche Geschichte über lustig hüpfende Hasen sondern ein düsteres Abenteuer mit zerfetzten Hasenohren, scharfen Krallen, allerhand Blut und dem „schwarzen Kaninchen des Todes“.
Im Publikum auch ich, fortan traumatisiert durch den blutrünstigen Hasengeneral Woundwort. (Falls ihr nicht wisst wie der aussieht, googelt mal… Nicht gerade ein Kandidat für die Rolle des Osterhasen.)
Seither frage ich mich, wie man eigentlich auf die Idee kommen kann, dass es sich bei dieser Geschichte um einen Kinderfilm handelt. Denn mir wurde von mehreren meiner Mitmenschen bestätigt, dass auch sie sich damals bei diesem Film ziemlich gegruselt hätten. Der eine oder andere so sehr, dass die Eltern das verängstigte Kind weinend hinter der Couch versteckt vorfanden. Wahrscheinlich hat dieser Film eine ganze Generation verstört…

Watership Down

Aber jetzt, so kurz vor Ostern, und ca. 20 Jahre später, war es vielleicht doch mal an der Zeit, mich meinen Kindheitsängsten stellen. Deshalb wollte ich zunächst einmal das Buch zu lesen, auf dem dieser Film beruht: Watership Down von Richard Adams. Bücher sind schließlich Freunde.

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[Gelesen] Jem Lester: Shtum

Nein, nein, ich habe mich nicht verschrieben. Das Wort ’shtum‘ gibt es wirklich. Es stammt aus dem Jiddischen, bedeutet, wie man vielleicht schon herleiten kann, so viel wie „stumm“, „still“ oder „sprachlos“ und beschreibt die Familie Jewell im Grunde perfekt: Der 10-jährige Jonah ist Autist und hat seit 8 Jahren kein Wort mehr gesprochen – er lebt buchstäblich in seiner eigenen Welt. Doch Jonah ist nicht der einzige in dieser Familie, der seine Gefühle nicht verbal artikulieren kann. Seine Eltern, Ben und Emma, beispielsweise sprechen nie über die Probleme ihrer Beziehung. Als diese schließlich zerbricht, zieht Ben mit Jonah notgedrungen zu seinem Vater Georg – zu dem er allerdings nie ein besonders gutes Verhältnis hatte. Drei Männer unter einem Dach, von denen einer nicht sprechen kann und zwei es nicht wollen – das klingt nicht besonders harmonisch. Ist es natürlich auch nicht.

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Im Klappentext heißt es:
Ten-year-old Jonah lives in a world of his own.
He likes colours and feathers and the feel of fresh air on his skin.
He dislikes sudden loud noises and any change to his daily routine.
Jonah has never spoken, yet somehow he communicates better than all of the adults in his life.‘
Obwohl das durchaus nach einer Geschichte klingt, die mir potentiell gefallen könnte, war es letztendlich eine Kurzrezension auf der ersten Seite, die mich zum Kauf bewogen hat. Dort stand, Shtum wäre „a darker, sadder version of ‚The Curious Incident of the Dog in the Night-Time‘, but just as moving.“
Nun, The Curious Incident of the Dog in the Night-Time von Mark Haddon (Deutscher Titel: Supergute Tage oder Die sonderbare Welt des Christopher Boone) ist eines meiner absoluten Lieblingsbücher. Verständlich also, dass mich ein Vergleich wie dieser aufhorchen lässt. Weiterlesen

Harry, Harry, Harry!

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Die liebe @queenstagram13 hat mich gestern auf Instagram gefragt, ob ich nicht mal die Harry Potter Sammlung aus meinem Bücherregal zeigen kann.

Na aber sicher! Hier sind sie, meine Schätze.

Vor ein paar Monaten habe ich mir – quasi als Weihnachtsgeschenk von mir an mich – alle Bände der neuen Bloombury Edition zugelegt, um endlich mal ein zusammenpassendes Set zu besitzen. Bis dato war, wie man sieht, alles irgendwie zusammengewürfelt. Aber im Endeffekt ist es natürlich egal ob Paperback, Hardcover, Erwachsenen-Edition, illustrierte Ausgabe, britisches, amerikanisches, oder deutsches Cover – ich liebe sie alle!

[Lesetipp] Magic 2.0 – Plötzlich Zauberer

IMG_20170323_215829_941 Was macht man wohl, wenn man zufällig herausfindet, dass die Welt nur eine Computersimulation ist und man die Parameter des eigenen Lebens dadurch relativ einfach verändern kann?
Martin Banks, der Held der Magic 2.0 Reihe von Scott Meyer, sorgt erstmal für ein volles Bankkonto. Nachvollziehbar.
Als die Wirtschaftspolizei dann droht, ihn wegen dieser mysteriösen Transaktion ins Gefängnis zu stecken, nutzt er das Programm, um ins mittelalterliche England zu fliehen, seine Programmierkenntnisse dort als Zauberei zu tarnen und fortan als Magier zu leben. Naheliegend.  Weiterlesen

[Gelesen] Dust and Shadow – Sherlock Holmes jagt Jack The Ripper

wp-1489951762183.jpgVor ein paar Jahren habe ich mal eine Dokumentation über Jack The Ripper gesehen und war danach so verstört, dass ich einige Nächte lang nur mit eingeschalteter Nachttischlampe einschlafen konnte.
Nicht verwunderlich also, dass ich für gewöhnlich einen großen Bogen um Geschichten über die Whitechapel Morde mache.
Aber warum lese dann jetzt von den unzähligen Sherlock Holmes Pastiches ausgerechnet einen der genau diese Mordserie thematisiert?
Nun, zum einen weil Dust and Shadow: An Account of the Ripper Killings by Dr. John H. Watson von Lyndsay Faye recht gute Bewertungen erhalten hat und ich eine Schwäche für gute Pastiches habe und zum anderen weil ich dachte, dass ich mich mit einer Figur wie Holmes an meiner Seite recht sicher fühlen könnte. Es gibt ja so Charaktere die einem, weil man schon so viel Zeit mit ihnen verbracht hat, ein Zuhause-Gefühl oder eben eine gewisse Sicherheit vermitteln – und Holmes ist für mich definitiv einer davon. Außerdem schafft er es für gewöhnlich, Fälle zu lösen, an denen andere scheitern. Die Chancen auf ein Happy End (wenn man in Anbetracht dieses schrecklichen Falls überhaupt davon sprechen kann) standen also gut. Weiterlesen