Zwei vom gleichen Schlag? Macht es Sinn, Sci-Fi und Fantasy zusammenzufassen?

Ikonische Duos: Holmes & Watson, Bonnie & Clyde, Chip & Chap… und natürlich: Sci-Fi & Fantasy. In Verlagsprogrammen, auf Rezensionsportalen, bei Leser- und Literaturpreisen – allenortes werden Science-Fiction und Fantasy in einem Atemzug genannt. Diesen Blog weist zum Beispiel eine Urkunde als Gewinner Buchblog-Awards in der Kategorie ‚Fantasy & Sci-Fi‘ aus. Und selbst wenn die beiden nicht zusammenaufgeführt werden, ist der eine nicht weit, wenn der andere in Sicht ist. In Buchhandlungen stehen die beiden Genres immer dicht beieinander. Nicht selten führt dieses Zusammenwerfen der beiden Genres zu Verwunderung, Unmut, und Diskussionen. So stieß ich vor einiger Zeit auf einen Tweet von @Nenatie_, in dem sie die Frage aufwarf, warum Lovelybooks die beiden Genres beim Leserpreis in einer Kategorie zusammenfasst und man innerhalb dieser Kategorie nur eine Stimme hat – diese also entweder für ein Fantasy- oder für ein Sci-Fi-Buch vergeben kann. Da fragte auch ich mich: Wieso sollte man sich zwischen Drachen und Raumschiffen entscheiden? Kann man nicht beides haben?

Die Diskussion darüber, warum diese beiden Genres zusammengefasst werden, ist freilich nicht neu. Die Frage, warum Science Fiction und Fantasy so oft als Duo verkauft werden, beschäftigt Fans der beiden Genres immer wieder. Mag ein solches Bündeln von Genres an anderer Stelle vielleicht sinnvoll scheinen, wie bei Krimi und Thriller, so scheint das Zusammenfügen im Falle von Fantasy und Science-Fiction auf den ersten Blick ein wenig willkürlich. Warum gerade diese beiden? Warum werden sie in einen Topf geworfen? Was ist das für eine Suppe, in der sowohl Zauberer, Hexen, Feen, und mythologische Kreaturen als auch Roboter, Zeitmaschinen und fliegende Untertassen schwimmen?

Liegt es daran, dass bei der Zielgruppe die Überschneidungen groß sind? Vielleicht. Es gibt sicherlich eine große Schnittmenge derer, die sowohl Sci-Fi als auch Fantasy lieben. Aber diese Schnittmenge ist auch wiederum nicht so groß, dass man die Aussage „Wer Science-Fiction mag, wird Fantasy lieben.“ treffen könnte.

Macht es also überhaupt Sinn, dass diese beiden Genres immer ein Paar bilden?
Nachdem ich ein wenig darüber nachgedacht habe, würde ich persönlich sagen: Eher ja, als nein. Wenn man schon von dem Drang ergriffen ist, Dinge zusammenzufassen, dann macht diese Kombination durchaus Sinn. Zwar unterscheiden sich die beiden Genres in einigen charakteristischen Merkmalen, auf ihren Kern heruntergebrochen sind Sci-Fi und Fantasy aber durchaus ähnlich. Reicht das als Antwort? Vermutlich nicht. Daher folgt jetzt hier eine detailliertere Ausführung.

Was ist Science-Fiction, was ist Fantasy?

Um dem Problem auf den Grund zu gehen, ist der erste Schritt natürlich, sich zu fragen, was Sci-Fi und Fantasy überhaupt ausmacht. Beide Begriffe bezeichnen ein Genre in Literatur, Film und Hörspiel. Da sind wir uns sicherlich einig. Soweit die Basiscs

Wodurch unterscheiden sich Sci-Fi und Fantasy?

Doch schon allein die Assoziationen, die wir zu den jeweiligen Genres haben, unterscheiden sich erheblich. Denken wir an Sci-Fi, dann fallen uns vermutlich futuristische Dinge wie Androiden, Raumschiffe, ferne Planeten und Aliens ein. Oder um es mal mit dem Star Trek Intro zu sagen: „Unbekannte Lebensformen und neue Zivilisationen, die Enterprise dringt dabei in Galaxien vor, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat.“
Bei Fantasy denken wir dagegen an Drachen, Zwerge, und Schwerter, Zauberer und mystische Artefakte. Kurzum: Wir denken an J.R.R Tolkiens Herr der Ringe.

Wenn man diese Assoziationen etwas schöner und geordneter formuliert, dann sind für Sci-Fi fortschrittliche Technologien und wissenschaftliche Innovationen, Ideen und Konzepte charakteristisch. Typische Themen sind beispielsweise Raumfahrt, Zeitreisen, künstliche Intelligenzen, außerirdisches Leben, sowie futuristische Utopien und Dystopien. Das genretragende Element bei Fantasy dagegen ist Magie, denn hier stehen übernatürliche Kräfte und Wesen im Vordergrund.  Die Wurzeln der Fantasy liegen in Mythologie, Märchen und Sagen, deren Einflüsse sich dort deutlich niederschlagen. Dazu gehören typischerweise Kreaturen wie Drachen, Feen, Elfen, Zwerge, Zauberer und Hexen.

Science-Fiction zeigt uns also (mehr oder weniger) mögliche zukünftige Versionen unserer eigenen Welt, während Fantasy in Welten spielt, die niemals von unserer Welt aus erreicht werden können. Denn schließlich sind Wissenschaft und Technologie Dinge, die in unserer Welt existieren, daher müssen wir sie nicht verlassen, um eine Science-Fiction Geschichte zu betreten. In den allermeisten Fällen blicken wir „nur“ in die Zukunft. Fragen, die im Kern vieler Science-Fiction Geschichten liegen sind deshalb „Wohin könnte uns das führen?“ und „Was wäre, wenn das so weitergeht?“ Das definierende Element von Fantasy ist dagegen etwas, das es in unserer Welt nicht gibt und nie geben wird: Magie. Daher ist der Bruch mit der Realität bei Fantasy größer als bei Science-Fiction. Das bedeutet jedoch nicht, dass Fantasy überhaupt keine Reflektion unserer eigenen Welt zulässt. Auch Fantasy kann derartige „Was wäre wenn Fragen stellen“, arbeitet aber, anders als Science-Fiction, dabei immer mit Analogien.

Die beiden Genres scheinen also nach dieser Betrachtung sehr verschieden und Menschen sollten endlich aufhören, Science-Fiction und Fantasy in einen Topf zu werfen, nicht wahr? Nun, wenn es das ist, was ihr hören wolltet, dann hört jetzt auf zu Lesen. Denn eine große Gemeinsamkeit hat sich durch diese Definitionen doch ergeben:

Was haben Sci-Fi und Fantasy gemein?

Beide zeigen uns Dinge, die es in unserer Realität (noch) nicht gibt und spielen in einer Welt, die anders als unsere eigene ist. Beide Genres präsentieren uns also im weitesten Sinne Phantastisches. Science-Fiction versucht lediglich, dafür eine rationale – eben wissenschaftliche – Erklärung zu liefern. Was Fantasy und Science Fiction unterscheidet – und letztendlich dafür sorgt, dass ein Film oder ein Buch einem der beiden Genres zugeordnet wird – ist daher lediglich das Mittel, durch das die fiktive Welt von der realen abgegrenzt wird. Im Falle von Sci-Fi ist es hochentwickelte Technologie. Im Falle von Fantasy ist es Magie. Diese beiden Dinge sind, so gegensätzlich sie auf den ersten Blick scheinen mögen, gar nicht so verschieden. Zumindest nicht, wenn man die Funktion betrachtet, die beide innerhalb einer Geschichte erfüllen: Sie ermöglichen das, was in unserer Welt (momentan) unmöglich ist.

Tausche Magie gegen Technologie

Es ist daher kaum verwunderlich, dass es Elemente gibt, die sowohl in Sci-Fi als auch in Fantasy vorkommen. Teleportation zum Beispiel. Das können Magier:innen in Harry Potter (es heißt hier ‚Apparieren‘) genauso wie Crewmitglieder der Enterprise (es heißt hier ‚Beamen‘). Ein weiteres Beispiel wären Zeitreisen, die im Falle von Sci-Fi durch wissenschaftliche Entdeckungen oder fortgeschrittene Technologie, im Falle von Fantasy durch Magie möglich sind.

In vielen Fällen sind Technologie- und Magie-Elemente daher auch jeweils durch ein entsprechendes Sci-Fi- oder Fantasy-Äquivalent austauschbar. Nehmen wir zum Beispiel den Sonic Screwdriver (Schallschraubenzieher) aus der britischen Sci-Fi Fernsehserie Doctor Who. Mit diesem Gerät kann The Doctor im Grunde das tun, was der Plot gerade braucht. Der Schallschraubenzieher kann Türen öffnen, Informationen scannen, elektronische Geräte lahmlegen, außerirdische Aktivitäten orten und Ultraschallprojektile abfeuern. Nun frage ich: Wo besteht der Unterschied zu einem Zauberstab? Na? Richtig, es gibt keinen. Aber weil Doctor Who Science-Fiction ist, und Magie deshalb hier nichts zu suchen hat, heißt das Stäbchen Sonic Screwdriver – was nebenbei bemerkt schön technisch klingt – und voila: Sci-Fi statt Fantasy!

Das dritte Clarkesche Gesetz
Die Austauschbarkeit von Magie und Technologie spiegelt sich auch in den Clarkeschen Gesetzen wider. Diese, als Gesetze bezeichneten, Grundsätze hat der bekannte Science Fiction Autor Arthur C. Clarke im Rahmen seiner Werke aufgestellt. Das dritte und vermutlich wichtigste lautet: „Jede hinreichend fortschrittliche Technologie ist von Magie nicht zu unterscheiden.“
Das ist nicht von der Hand zu weisen. Technik, die so fortschrittlich ist, dass sie Dinge ermöglicht, die mit unserem derzeitigen Wissensstand unmöglich und unerreichbar sind, wirkt wie Zauberei. Sie hat daher auch denselben Effekt wie Magie in einer Fantasygeschichte. Beide rufen den sogenannte „Sense of Wonder“ hervor. Ein Gefühl des Erstaunens, das beim Betrachten des für uns „Unmöglichen“ einsetzt und uns unsere eigenen Grenzen vor Augen führt.

Aber damit hören die Gemeinsamkeiten noch nicht auf. Die Kernelemente Magie und Technologie sorgen noch für eine weitere strukturelle Deckungsgleichheit der beiden Genres:

Hard Magic / Soft Magic – Hard Science-Fiction / Soft Science-Fiction

Im Fantasybereich gibt es verschiedene Ansätze, die Magie in die Geschichte zu integrieren. Man unterscheidet zwischen Soft und Hard Magic – angelehnt an die Begriffe Soft und Hard Science. Soft Magic ist eher einer Ausschmückung am Rande, die für den eben erwähnten Sense of Wonder sorgen soll. Die Regeln für den Einsatz der Magie, ihre Gesetzmäßigkeiten und Grenzen werden nicht genau erklärt und bleiben schwammig, was dazu führt, dass ein „In dieser Welt ist alles möglich“-Gefühl entsteht. Der Fokus solcher Fantasy-Geschichten liegt jedoch nicht auf der Magie selbst und die Protagonist:innen sind selbst meist nicht magisch. Es geht hier eher um Abenteuer und Themen wie Freundschaft, Mut, Tapferkeit, die innerhalb dieses fantastischen Settings erschlossen werden. Bei Hard Magic ist es genau anders herum: Der Einsatz von Magie folgt bestimmten Regeln, es gibt Gesetzmäßigkeiten und Grenzen. In diesen Fällen ist Magie das tragende Element des Weltenbaus. Alles dreht sich um den Einsatz der Magie, mitsamt aller Konflikte, die dadurch entstehen. (Mehr dazu findet ihr in meinem Artikel Zaubern mit System.) Eine ähnliche Unterteilung gibt es auch im Sci-Fi-Bereich – und sie geht ebenfalls auf die Begriffe Hard und Soft Science zurück. Hard Science-Fiction legt in der Regel mehr Wert auf Plausibilität und darauf, wissenschaftliche Konzepte und Innovationen mit all ihren Möglichkeiten und Grenzen zu erklären. Soft Science-Fiction ist dagegen flexibler im Umgang mit Wissenschaft und Technologie und legt nicht viel Wert darauf, zu erklären, wie etwas funktioniert. Technologie dient hier eher dazu, zu zeigen, dass wir uns in einer anderen, zumeist futuristischen, Welt befinden. Der Fokus liegt hier eher auf den Konflikten und Abenteuern der Figuren oder gesellschaftlich-kulturellen Problemen und Fragestellungen in diesem futuristischen Umfeld.

Deus ex machina
Technologie und Magie teilen sich außerdem ein Problem. Werden beide Elemente nicht hinreichend erklärt – gibt es also keine klar definierten Grenzen – können sie nicht zum Lösen von Konflikten genutzt werden. Passiert das trotzdem – erfindet ein:e Wissenschaftlerin zum Beispiel plötzlich etwas, mit dem alle Probleme beseitigt werden oder schüttelt eine Magier:in einen bis dato unbekannten und mächtigen Zauber aus dem Ärmel, der alle Probleme wegzaubert – dann spricht man von Deus ex machina, der plötzlichen Lösung eines Konfliktes durch unmotivierte Ereignisse, Personen oder Mächte. Für Leser:innen und Zuschauer:innen ein unbefriedigender Ausgang einer Geschichte.

Wir sehen also: Sci-Fi und Fantasy weisen durchaus Gemeinsamkeiten in ihrem Aufbau und ihren Konzepten auf. Beide Genres erzählen Geschichten, die in Welten spielen, in denen es Kräfte gibt, die es in unserer Welt so (noch) nicht vorkommen. Im Fantasy Bereich handelt es sich bei diesen Kräften um Magie, im Science-Fiction Bereich ist es eine fortschrittliche Technik oder wissenschaftliche Innovation. Wenn man es also bei dieser Betrachtung belässt, dann könnte man durchaus zu dem Schluss kommen, dass Sci-Fi und Fantasy verwandt sind. Sie sind nicht identisch, aber sie ähneln sich – wie Geschwister.

Gibt es vielleicht eine Möglichkeit, sie unter einem Dach, einem übergeordneten Familien-Genre, zusammenzubringen?

Die Suche nach einem übergeordneten Genre

Meine Vorstellung zur Recherche dieses Artikels war folgende: Ich stoße nach ein paar Google-Eingaben auf ein Mega-Genre, das all die Probleme löst. Ein Genre, zu dem auch andere Sub-Genres, wie Horror gehören. Ich käme dann am Ende des Artikels zu dem Schluss, dass Sci-Fi und Fantasy eigentlich nur die populärsten Vertreter des großen Dach-Genres XXX sind, dessen Name niemand nutzen will, weil die die Bezeichnung nicht griffig ist. Und dass man eigentlich dieses Genre meint, wenn man „Science-Fiction & Fantasy“ sagt. Und ich glaube tatsächlich immernoch, dass dies die Lösung ist, nur was in dem XXX stehen soll, das habe ich nicht herausgefunden.

Zuversichtlich stimmte mich auf meiner Suche nach diesem Genre der Begriff Speculative Fiction. Im Englischen gibt es diesen Begriff als Sammelbezeichnung für Geschichten, die fantastische, übernatürliche und oder futuristische Elemente beinhalten. Dazu zählen Sci-Fi, Fantasy, Horror, Dystopien, Utopien, Superhelden-Geschichten. Viele bezeichnen Speculative Fiction daher auch als Super-Genre, weil es so allumfassend ist. Collins Dictionary definiert den Begriff beispielsweise als: „a broad literary genre encompassing any fiction with supernatural, fantastical, or futuristic elements.“

Das klingt schön und ich hätte die Antwort gehabt, die ich haben wollte: Science-Fiction und Fantasy sind die beliebtesten Auswüchse von Speculative Fiction und deshalb werden sie immer zusammen genannt. Leider habe ich mich aber noch weiter in den Begriff eingegraben – weil ich euch hier ja keinen Schmarn erzählen will – und weiß jetzt, dass Speculative Fiction ein Begriff ist, über dessen Definition Uneinigkeit herrscht. Konkret geht es um die Fragen, ob wirklich jede Art von Science Fiction Literatur spekulativ ist und darum, ob Fantasy überhaupt als spekulativ durchgehen kann. Damn it!
Gleiches gilt für den deutschen Begriff der Phantastik, der ebenfalls ein guter Kandidat als Mutter-Genre wäre. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird der Begriff wie Speculative Fiction verwendet und umfasst all jene Geschichten, die – wie das Wort schon selbst erklärt – phantastische, nicht reale und unglaubliche Elemente enthalten. Aber gräbt man sich tiefer in den Begriff, stößt man auch hier auf einen Wust von unterschiedlichsten Definitionen. Science-Fiction wird mal ein-, mal ausgeschlossen, Phantastik mal als übergeordnetes Genre von Fantasy geführt, mal als Synonym für Fantasy, mal als eigenständiges Genre definiert. Hilfe!
Und vielleicht ist genau das der Grund dafür, dass Sci-Fi und Fantasy nun anstelle eines Sammelbegriffs immer zusammenstehen: Man kann sich einfach nicht auf eine Definition einigen.

In conclusion…

Deshalb muss ich bei folgendem persönlichen Fazit bleiben: Sci-Fi und Fantasy sind nicht so gegensätzlich, wie sie auf den ersten Blick scheinen. Zwar unterscheiden sich die beiden Genres durch Themen und Settings. Sie sind aber dennoch strukturell verwandt, was sich vor allem durch den Einsatz der genretragenden Elemente Technologie und Magie zeigt. Es ist vielleicht nicht ideal, diese beiden zusammenzufassen, sodass sie das dynamische Duo ‚Sci-Fi & Fantasy‘ formen, aber abwegig ist es auch nicht.

Das ist aber natürlich nur meine persönliche Einschätzung. Was meint ihr: Macht es Sinn, Fantasy und Sci-Fi zusammenzufassen? Und wie würdet ihr das Super-Genre nennen, das sowohl Sci-Fi als auch Fantasy beinhaltet?

Quellen und weiterführende Links:
Tor Online: Was ist Science Fiction, was ist Fantasy? Ein Überblick über die phantastischen Genres
Tor Online: Hard Science Fiction: Alles, was du über das Genre wissen musst
Wikipedia: Clarkesche Gesetze
Die Schreibtrainerin: Fantasy und Phantastik
Bookriot: What is speculative fiction?

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There are 14 comments

  1. Katharina

    Ich denke, dass es beide Begriffe klar getrennt ohne Oberbegriff geben sollte, auch wenn ich die Argumentation verstehe, was das „Erdachte“ von SciFi angeht. Letztendlich hat einiges SciFi einen Wahrheitsanspruch, dem man ihm fast schon klauen würde. In dem Punkt finde ich es auch spannend, wie sehr SciFi unsere Wissenschaft beeinflusst/inspiriert.
    Auf jeden Fall ein interessanter Text. 🙂

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    1. Karo

      Hey Katharina, danke für deinen Kommentar 🙂 Stimmt, dass Sci-Fi Wissenschaft beeinflusst finde ich auch total spannend! Das kann Fantasy natürlich so nicht, weil die Stories meist nicht in die Zukunft gerichtet sind. Ich hab mal einen Artikel über ein paar Erfindungen geschrieben, die ihren Ursprung in Science-Fiction Romanen hatten – und da gäbs noch viele mehr: https://fiktionfetzt.blog/2020/04/13/zukunft-schreiben-9-erfindungen-die-einst-science-fiction-waren/

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  2. nina. aka wippsteerts

    Ich finde, SF & F sollte weiterhin mit zwei Begriffen und einem „und“ bezeichnet werden. So kann ich mir, wenn ich Lust auf Fantasy habe, dort schauen und entsprechend beim Lesewunsch auf SF in das Regal schauen. 🙂 rein praktisch orientiert.
    Danke für Deinen umfangreichen Beitrag
    Liebe Grüße
    Nina

    Gefällt 2 Personen

  3. LeseWelle

    Hallo Karo!
    Zunächst einmal finde ich toll was du hier geschrieben hast. Sehr interessant und informativ! 🙂
    Ich kann deine Ausführungen verstehen, aber ich finde grundsätzlich nicht das man die beiden Genres zusammenfassen sollte, einfach doch weil die Settings so unterschiedlich sind. Generell finde ich es immer schwierig ein Buch in ein bestimmtes Genre zu drücken, weil manchmal einfach mehrere Genres passen. Habe zum Beispiel vor kurzem ein Buch gelesen, das mit Thriller untertitelt wurde, aber auch ganz klar Gruselelemente aufwies. Auch hier zeigt sich wieder Thriller ist auch wieder so ein Genre, das man auslegen kann wie man möchte. Letztendlich ist es vielleicht doch etwas Ansichtssache?
    Schwierige Frage, aber danke das du mich mit deinem Beitrag zum denken angeregt hast. 🙂
    Liebe Grüße
    Diana

    Gefällt 2 Personen

    1. tala2019

      Hallo Diana,
      da stimme ich dir voll zu – leider hab ich gelernt, dass uns das Reindrücken in Kategorien bei der Auswahl der Bücher sehr hilft. Leider bedeutet das auch, dass es Bücher, die in mehrere Kategorien passen, etwas schwerer haben, ihre Leser zu finden…
      LG, Tala

      Gefällt 2 Personen

      1. LeseWelle

        Ich merke das immer wieder, dass vor allem Verlage auch gerne Genres vergeben um eine bestimmte Leserschaft anzusprechen. Bei mir allerdings hat das manchmal den gegenteiligen Effekt, ich greife dann nicht zu Büchern weil ein bestimmtes Genre draufsteht. Aber ich denke man kann es wie bei fast allem nicht jedem Recht machen. 😀

        Gefällt 1 Person

    2. Karo

      Hey Diana, danke Dir! Ja, ich stimme dir voll zu, dass das mit der Genreeinteilung generell tricky und häufig auch Ansichtssache ist. Und ganz oft gibt es eben auch gar keine einheitlichen Definitionen, was jetzt genau zum einen oder anderen Genre gehört – das verkompliziert das Ganze noch zusätzlich. Die Genrezuordnung ist aber vermutlich für die Vermarktung von Büchern wichtig, damit man interessierte Leser:innen besser ansprechen kann.
      Liebe Grüße
      Karo

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      1. LeseWelle

        Ja, das stimmt wohl, mich ärgert nur immer wenn durch ein aufgedrücktes Genre eine andere Erwartung erweckt wird. Aber wie ich oben schon geschrieben habe, man kann es einfach nicht jedem Recht machen und letztendlich muss man ja zugeben, dass die Verlage auch nur ihre Bücher verkaufen wollen. 😉

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  4. tala2019

    Liebe Karo,
    danke für deine umfangreiche Recherche! Ich fühle mich gleich ein wenig schlauer. Schade, dass es keine Einigkeit über eine Super-Über-Kategorie gibt, denn ich finde es sehr schlüssig, dass beides da reingehört. Die Sache ist ja so, dass alle Bücher, die übernatürliche oder noch wissenschaftlich unmögliche Dinge thematisieren, die dem Leser ein klein wenig mehr fantastische Flexibilität abverlangen (ich kenne Leute, die mögen sowas gar nicht, die wollen gedanklich unbedingt in einer stinknormalen Welt bleiben), in diese Kategorie gesteckt werden. Sodass der Leser gleich gewarnt ist: Achtung, hier passieren Dinge, die es in deiner normalen Welt nicht gibt! Dafür ist diese Kategorie gut. Genau wie bei Krimi/Thriller: Achtung, es wird gruselig – und die Untergenres stufen dann die Intensität des Grauens ab 😉
    Ich arbeite selber gerade an einer Geschichte, die auf jeden Fall das Prädikat „Soft“ bekommt, wie ich gerade gelernt habe, weil mein unnatürliches Element zwar für das Setting und die Story entscheidend ist, aber auch nicht total erklärt wird und alles dominiert. – Wieder was gelernt!
    LG, Tala

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    1. Karo

      Hey Tala, danke Dir für deinen Kommentar 🙂 Freut mich total, dass mein kleiner Artikel ein paar Infos geben konnte! Viel Erfolg und Spaß wünsche ich Dir beim Schreiben deiner Geschichte! Ist es eher Sci-Fi oder eher Fantasy?

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      1. tala2019

        Ich glaube, eher Fantasy 😉 Aber auch nur ein bisschen, denn im Grunde gibt es nur ein Zeitreise-Element und sonst eine hoffentlich interessante Geschichte, die sich durch das „Was wäre wenn…?“ ergibt. 🙂

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  5. Miss Bookiverse

    Ich sträube mich ja ein wenig dagegen, die beiden Genres so zusammenzufassen, das liegt aber vor allem daran, dass ich persönlich deutlich lieber Fantasy als SciFi lese, für mich fühlen sich die beiden Genres komplett unterschiedlich an, rein vom Ton und der Atmosphäre. Deine Argumente für eine Zusammenfassung finde ich aber auch nachvollziehbar und überzeugend. Ich denke ein Blick auf die Traditionen beider Genres könnte noch mehr Aufschluss geben, wo sie herkommen und wie sie sich entwickelt haben. Ich vermute beide Genres wurden auch von Anfang an eher belächelt und als Trivialliteratur abgestempelt, vielleicht kommt auch daher ein bisschen diese Zusammenfassung.

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